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Sonderausstellungen
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5. September 2009 – 18. April 2010 |
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Indiens Tibet – Tibets Indien
Das kulturelle Vermächtnis des Westhimalaya
Der deutsche Archäologe August Hermann Francke erkundete bereits 1909 den Westhimalaya und hielt zusammen mit seinem Fotografen Babu Pindi Lal diese faszinierende Landschaft und ihre Bevölkerung in Wort und Bild fest.
Dreissig Jahre später flüchtete der österreichische Bergsteiger und Forschungsreisende Heinrich Harrer durch den Westhimalaya nach Tibet. Später kehrte er als freier Mann in die Gegenden zurück.
Der Frankfurter Autor und Fotograf Peter van Ham bereist seit über zwanzig Jahren auf den Spuren Franckes und Harrers die Bergwüsten von Kinnaur, Spiti, Lahaul, Rupshu, Nubra, Zanskar und Ladakh.
Bequemer und sicherer durchquert der Besucher der Ausstellung von Shimla nach Ladakh auf alten Pfaden und neuen Wegen, entlang atemberaubender historischer und gegenwärtiger Fotografien, vorbei an beeindruckenden kulturellen und religiösen Zeugnissen aus über tausend Jahren, um am Ende die innere und äussere Reise im Einklang zu erleben.
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Presse (Text, Bilder, Flyer)

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ab 15. November 2008 |
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Kälte, Hunger, Heimweh
In sowjetischer Kriegsgefangenschaft 1941-1956
Zwischen
1941 und 1945 gerieten ungefähr 3,5 Millionen Angehörige
der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS in russische Kriegsgefangenschaft.
Darunter fanden sich auch Schweizer und Auslandschweizer,
die sich aus unterschiedlichen Gründen freiwillig für
den Kriegseinsatz gemeldet hatten. Ungefähr 2 Millionen
Kriegsgefangene kehrten aus der Sowjetunion heim - die letzten
erst 1956.
Die
Ausstellung befasst sich mit den unterschiedlichsten Aspekten
des Gefangenen- und Lagerlebens. Kälte, Hunger und
Heimweh sind dabei nur einige Stichworte, die durch weitere
Schlagworte wie Stacheldraht, Krankheit, Sorgen und Entbehrung
ergänzt werden können.
Da
die Kriegsgefangenen kaum etwas besassen und ihnen bei wiederkehrenden
Kontrollen jeder noch so einfache Gegenstand abgenommen
wurde, sind jene Objekte, die in die Heimat gerettet werden
konnten und heute noch vorhanden sind, von besonderer Bedeutung.
Sie sind Zeuge dafür, wie Phantasie und Geschick für
das Überleben in den Lagern unabdingbar waren. 
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Presse (Text, Bilder, Flyer)
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12. September – 13. Dezember 2009 |
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Göttlich – Wörtlich
Im Anfang war das Wort…
…gesprochen, geschrieben oder gesungen. Kalligrafien, mündlich weitergegebene Epen, auf Palmblättern festgehaltene Lehrsätze und Schriften aller Art kennzeichnen die Buchreligionen.
…aber nicht nur!
Beschriebene Objekte, erzählende Gegenstände von Göttern, dem Jenseitigen oder der Allmacht, sprechen auf verschlungenen Pfaden oder mit deutlichen Worten. Denn Religion findet nicht nur im Kopf statt, sondern wird von den Gläubigen sinnlich erlebbar gestaltet und begangen. Ihre Gegenstände transportieren Glaubensinhalte und bewahren sie auf unterschiedliche Art und Weise durch die Zeit.
Im Rahmen der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche (IDA) der Stadt St. Gallen blickt das Historische und Völkerkundemuseum zusammen mit Vertretern des «Runden Tisches der Religionen» auf seine «göttlichen» Sammlungen.
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Presse (Text, Bilder, Flyer)

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bis Sommer 2008 |
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Asiatische Schiffe aus
der völkerkundlichen Sammlung
Das
Schiff spielt in der Geschichte der Menschheit eine zentrale
Rolle. In wasserreichen Gebieten und auf abgelegenen Binnengewässern
ist es oft das wichtigste Transportmittel, so auch in Asien
und dem pazifischen
Raum mit seinen vielen Inselgruppen.
Neben der praktischen Bedeutung werden in verschiedenen
Kulturen Schiffe auch als Symbol für die Überfahrt
zu den «Inseln der Seligen» aufgefasst. So glauben
heute noch viele Indonesier, dass Schiffe die
Seelen der Verstorbenen in das Reich der Toten tragen.
Diese vielfältige Bedeutung des Schiffes widerspiegelt
sich in einer Fülle von Darstellungsformen. Die Ausstellung
zeigt einige interessante Objekte zum Thema aus dem asiatischen
Raum.
Die Modelle geben einen Einblick in die Vielfalt asiatischer
Schiffe, wie sie sich heute zum Teil noch in Gebrauch finden.
Für
die symbolische Bedeutung zeugen die Zeremonial- oder «Schiffstücher»,
welche bei festlichen Gelegenheiten Verwendung fanden.
Die
Präsentation asiatischer Schiffe im Oberen Studio versteht
sich als Auftakt und Erweiterung zur bestehenden Ausstellung
«Blick in die Ferne – St.Gallen und die Schifffahrt».
Blick in die Ferne –
St. Gallen und die Schifffahrt
Was
hat St.Gallen nur mit der Schifffahrt zu tun? Weder war
die Steinach jemals befahrbar, noch gab es einst einen Hafen
im Sittertobel. Da jedoch Wasserwege bis in die neuere Zeit
eine bedeutende Rolle spielten, ist es verständlich,
dass St.Gallen schon früh den Blick in die Ferne richtete
und die Schifffahrt auf vielfältige Weise nutzte –
vom nahen Bodensee bis zu den Weltmeeren.
Ein
kleines Panoptikum an Schiffsdarstellungen, Schiffsmodellen
und Mode bietet in zwei neu gestalteten Sammlungsräumen
Anregungen, sich mit der St.Galler Geschichte und den Themen
Handel, Tourismus und Auswanderung auseinanderzusetzen.
Veranstaltungen zur Ausstellung
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ab 11. November 2007 bis 5.
Februar 2008 |
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«Frammenti di Memoria»
– Ausstellung zum Erdbeben im Friaul vor dreissig
Jahren
1976 wurde das nördliche Friaul von einem verheerenden
Erdbeben erschüttert. Neben enormen Schäden an
Gebäuden und Einrichtungen fielen diesem Unglück
999 Personen zum Opfer. Aus der damaligen Hilfsaktion «Comitato
italo-svizzero Pro Friuli» entstand 1984 der Verein
«Pro Friuli St.Gallen», zur Fortsetzung der
freundschaftlichen Beziehungen. Zusammen mit der Gemeinde
Moggio organisiert er derzeit eine Fotoausstellung, welche
auf das Geschehen von damals zurückblickt und an Beispielen
die Wiederaufbauleistungen würdigt. Der Kanton St.Gallen
arbeitet mit der Provinz Udine auf der Grundlage des Partnerschaftsvertrags
von 2004 zusammen. Pfäfers ist seit 2005 Partnergemeinde
von Moggio.
Die Ausstellung wird am Sonntag, 11. November 2007, 11 Uhr
eröffnet. Sie dauert bis 5. Februar 2008.
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Presse (Text, Bilder)
«Frammenti di Memoria»
– 30 anni dal terremoto del 1976
Nel 1976 il Friuli settentrionale fu gravemente danneggiato
da un terremoto. A parte delle gravi distruzioni materiali
rimanevano vittime 999 persone. Dalla allora azione di soccorso
«Comitato italo-svizzero Pro Friuli di San Gallo»
si formò nel 1984 l’Associazione «Pro
Friuli di San Gallo», la quale si dedica allo scambio
tra le due comunità e culture. Essa - assieme con
il Comune di Moggio – sta organizzando una mostra
- memoria dei tristi eventi di 30 anni fa ed esempio dei
coraggiosi e stupendi ripristini. La collaborazione tra
qui e giù si svolge anche al livello degli Enti:
Cantone di San Gallo con la Provincia di Udine (2004), Comune
di Pfäfers con il Comune di Moggio Udinese (2005).
Il vernissage della mostra avrà luogo domenica, 11
novembre, ore 11. Durerà fino al 6 gennaio 2008.
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ab 18. November 2006 – 18. Februar 2007 |
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Visa retten Leben – Carl Lutz
Als im Jahre 1944 die Judenverfolgung in Ungarn ihrem Höhepunkt zustrebte, unternahm der Schweizer Konsul Carl Lutz aus eigener Initiative und auf unbürokratische Art und Weise eine grossangelegte Rettungsaktion. Dank seinem Mut und dem seiner Mitstreiter konnten mehr als 62'000 Juden vor der Vernichtung in den nationalsozialistischen Todeslagern bewahrt werden.
Die Wanderausstellung, die unter dem Patronat der Pro Helvetia steht, hat seit 1998 in zahlreichen Städten, u.a. Los Angeles, London, New York, Tel Aviv, Jerusalem und Basel, Station gemacht. Obwohl Carl Lutz Appenzeller war, wurde die Ausstellung bis anhin nie in der Ostschweiz gezeigt. Zum erstenmal werden nun im Historischen und Völkerkundemuseum die Fotografien, die grösstenteils aus der Hand von Carl Lutz stammen, gezeigt und mit weiteren Exponaten aus der Sammlung des Museums und dem Privatbesitz der Nachkommen ergänzt.
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2. September 2006 – 7. Januar 2007 |
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Dresscode
Das Kleid als künstlerisches Symbol
Anoush Abrar & Aimée Hoving (CH), Julie Becker (USA), Daniele Buetti (CH), Hussein Chalayan (TUR), Alicia Framis (SP), Marie-Ange Guilleminot (F), Jacqueline Hassink (NL), Elma van Imhoff & Saskia van Santen Kolff (NL), Helmut Newton (USA), Yoko Ono (Japan / USA), Paulina Olowska (PL), Lucy Orta (UK), Beverly Semmes (USA), Yinka Shonibare (UK), Jana Sterbak (CZES), Eve Sussman (USA), kuratiert von Gianni Jetzer
Die Ausstellung DRESSCODE versammelt zahlreiche Positionen der Gegenwart. Alle KünstlerInnen benützen Kleider als Vehikel. Sie zeigen auf, wie das vermeintlich einfache Objekt «Kleid» als künstlerisches Symbol aufgeladen und zur Lesespur der Gegenwart umgedeutet werden kann. Gesellschaftliche Themen wie etwa kulturelle Identität, Geschlechterfragen, Sicherheit, Emanzipation oder Hierarchien der Macht werden darin verhandelt. DRESSCODE zeigt das gezielte Aufladen von Kleidungsstücken mit Codes, das Verhandeln von gesellschaftlichen Themen über Kleidungsstücke. Das Kleid wird zum Kommunikationsvehikel, zum künstlerischen Code.
Unter einem Code wird eine Vorschrift verstanden, in der Symbole einer Darstellung in solche einer anderen übertragen werden. Die Signale, welche Mode aussendet und mit denen sie kommunizieren, gehören zur Klasse der Symbole. Roland Barthes hat sie als «vestimentäre Codes» bezeichnet. Während Mode willkürlich ist, weil die Beziehung zum bezeichneten Objekt offen ist, gestalten Künstler eine Symbolik, die eine bestimmte Thematik umkreist. Die künstlerischen Kleider werden zum Kommunikationsmedium mit denen sich gezielt Aussagen machen lassen. Kunst und Mode werden in DRESSCODE zu einem Netzwerk, das soziale Konstruktionen von Bildern des Weiblichen und Männlichen, der sozialen und persönlichen Macht sowie individueller Fantasie produziert.
Anoush Abrar & Aimée Hoving vergleichen in ihrer Fotoarbeit «Bal des Débutantes» die Kleider von Müttern und Töchtern kurz vor einem bedeutenden gesellschaftlichen Anlass. Mit «Suburban Legend» spürt Julie Becker einem Mythos zwischen Musik und Film nach. Daniele Buetti paart in seinem Video «Sweet Memories» Melancholie und Eitelkeit. Der Modemacher Hussein Chalayan hat Kleider entworfen, die schier architektonische Qualitäten besitzen. Alicia Framis verhilft heutigen Frauen mit bissfester Dog_Couture zu mehr Freiheit und weniger Angst. Marie-Ange Guilleminot benutzt ihre Kleiderskulpturen als persönlich gefärbte Kommunikationsvehikel. Jacqueline Hassink hat in den Salons der Haute Couture fotografiert als Ort von Sehnsucht und Macht. Anhand der Anleitung zur Herstellung eines roten Kleides führen Elma van Imhoff & Saskia van Santen Kolff eine Untersuchung zur gesellschaftlichen Vernetzung von Mode durch. Der Name Helmut Newton verbindet sich mit kühler Inszenierungen von Frauen, zwischen Modefotografie und Kunst oszillierend. Yoko Ono hat sich einst vom eigenen Körper in einer Performance vom mit Scheren bewaffneten Publikum ihr Kleid in Stücke schneiden lassen. Das Alphabet hat Paulina Olowska in einer tänzerischen Einlage in rotem Kleid nachgebildet. Lucy Orta macht aus Kleidern Schutzinseln in Form von zeltartigen Skulpturen. Beverly Semmes inszeniert ein überdimensioniertes Kleid als Zeichen von gleichzeitig Macht und Isolation. Yinka Shonibare reflektiert in seinen Installationen sowohl Kolonialgeschichte als auch kulturelle Identität. In ihrer Performance Remote Control thematisiert Jana Sterbak Mobilität und Gefangenschaft anhand eines fahrenden Reifkleides, das von der darin sitzenden Frau gesteuert werden kann. Eve Sussman evoziert die Gesellschaftsordnung des Barocks sowie die damit verbundenen Kleidungsvorschriften in einer filmischen Nachbildung von Velasquez Las Meninas.
Die Ausstellung ist Teil von «Schnittpunkt - Kunst und Kleid» in Textilmuseum, Kunstmuseum, Kunsthalle und Historisches Museum St. Gallen.
Kontakt:
Gianni Jetzer, Gastkurator
Stefan Wagner, kuratorischer Assistent DRESSCODE
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seit 11. Juni 2005 Dauerausstellung |
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VerWandlung – Alltag, Kunst und Religion bei Amazonas-Indianern
 Im Zeitalter der Globalisierung sind Fragen nach der Wandlungsfähigkeit und –bereitschaft einer Gesellschaft von grosser Bedeutung. Jede Kultur ist einem steten Wandlungsprozess unterworfen. Bei den Völkern des amazonischen Tieflandes hat das Prinzip der Verwandlung Tradition. Mit Hilfe von Gegenständen, Gesängen und Tänzen werden fortlaufend Wandlungen vollzogen, besonders bei religiösen Handlungen des Schamanen sowie in mythischen Erzählungen. Auch im alltäglichen Bereich wie bei der Jagd und der Nahrungszubereitung findet ein Umwandlungsprozess statt, um den Fortbestand der Welt zu sichern.
 Im ehemaligen „Antikenkabinett“ wurde für die Völkerkunde der regionale Schwerpunkt Amazonien neu eingerichtet. Erstmalig werden im Historischen und Völkerkundemuseum zum Teil sehr alte sakrale und Alltagsgegenstände des südamerikanischen Tieflandes wie Federschmuck, Maskenanzüge, Blasrohre, Keramiken und Siebe aus eigenen Beständen präsentiert. Sie geben einen Einblick in die Verwandlungskünste, die Besonderheiten indigener Kunstfertigkeit sowie die Lebens- und Vorstellungswelt indigener Völker aus Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Paraguay.
Grossformatige Bilder veranschaulichen Alltag und Feste einiger indigener Gruppen.
 Eine Publikation zur Ausstellung wird im Herbst erscheinen.
Die Ausstellung wird grosszügig unterstützt von der
Walter und Verena Spühl-Stiftung.
Informationen zu indigenen Völkern Brasiliens  |
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21. November 2004 – 10. April 2005 |
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