Museum im Kirchhoferhaus
Museumstrasse 27
CH-9000 St.Gallen
Tel. ++41 (0) 71 242 06 42
Fax ++41 (0) 71 242 06 44

Museum geschlossen.
Es sind keine Führungen möglich.




Das Kirchhoferhaus an der Museumstrasse 27 wurde von Adolf und Friedrich Brunner entworfen und 1876/77 erbaut. Das spätklassizistische Gebäude diente der Familie des Stickereikaufmanns Oberst Paul Kirchhofer (1825 - 1903) als Wohnhaus. Es kam nach dem Tode der Witwe von Paul Kirchhofer 1908 als Schenkung an die Ortsbürgergemeinde mit der Auflage, darin ein Museum einzurichten. 1911 wurde es unter der Leitung von Konservator Dr. Emil Bächler zum Heimatmuseum umfunktioniert. Heute ist das Museum im Kirchhoferhaus eine Dependance des Historischen Museums und des Kunstmuseums.

Es beherbergt im Erdgeschoss die altsteinzeitliche Sammlung aus der Forschertätigkeit von Dr. Emil Bächler mit Funden aus den alpinen Höhlen Wildkirchli, Wildenmannlisloch und Drachenloch.
Im ersten Stock zu sehen sind die Silbersammlung von Commendatore Giovanni Züst mit Trink- und Tafelgeschirr des 17. und 18. Jahrhunderts sowie das Münzkabinett, welches über die Geschichte des Geldwesens der Abtei, der Stadt und des Kantons St.Gallen orientiert.
Im ganzen Haus werden bedeutende Gemälde des 19. Jahrhunderts aus Deutschland und Frankreich sowie Werke von Ostschweizer Künstlern vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart gezeigt.



Die altsteinzeitliche Abteilung im Erdgeschoss des Kirchhoferhauses geht zurück auf die Forschertätigkeit von Dr. Emil Bächler (1868 – 1950). Die 1969 neu eingerichtete Ausstellung zeigt Knochen von Höhlenbären und anderen Tieren der Altsteinzeit sowie Steinwerkzeuge aus den drei ostschweizerischen Höhlen Wildkirchli, Wildenmannlisloch und Drachenloch. Diese drei alpinen Wohnhöhlen waren vermutlich vor 70'000 bis 35'000 Jahren Sommerjagdstationen der altsteinzeitlichen Menschen.

Prunkstück ist das fast vollständige Skelett eines Höhlenbären aus der Wildkirchlihöhle. Steinwerkzeuge aus Frankreich und verschiedene prähistorische Menschenschädel runden das urgeschichtliche Ausstellungsgut im Erdgeschoss ab.

Mittelpunkt im ersten Stock des Kirchhoferhauses ist der neuklassizistische ehemalige Musiksalon. Die Silbersammlung von Commendatore Giovanni Züst (1887 – 1976) zeigt hauptsächlich Trink- und Tafelgeschirr des 17. und 18. Jahrhunderts. Gefertigt wurden die kostbaren Silberarbeiten von Silberschmieden in Basel, Bern, Neuenburg, Sitten, Winterthur, Zürich und Zug sowie Augsburg und Nürnberg.

Das Münzkabinett orientiert über die Geschichte des Geldwesens der Abtei, der Stadt und des Kantons St.Gallen. Eine numismatische Rarität stellt die Sammlung von Werner Burgauer (1917 – 1982) dar, welche eidgenössische Goldmünzen, Schützentaler und Gedenkmünzen, darunter Probe- und Fehlprägungen umfasst.

Aus den Beständen des Kunstmuseums werden im ganzen Haus bedeutende Gemälde des 19. Jahrhunderts aus Deutschland und Frankreich sowie Werke von Ostschweizer Künstlern vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart gezeigt.

 

   
 
 



 
  Höhlenbärenskelett aus dem Wildkirchli

 
  Neuklassizistischer Musiksalon

 
  Nautilus-Pokal
(Augsburg, 1. Hälfte 17. Jahrhundert)