Historisches und Völkerkundemuseum

Ein Erbe der Stickereiblüte

Den Grundstock des Historischen und Völkerkundemuseums (HVMSG) legten zwei Vereine mit ihren eigenen Sammlungen: der Historische Verein des Kantons St.Gallen (ab 1861) und die Ostschweizerische Geographisch-Commercielle Gesellschaft (ab 1879). 1917 traten sie diese Sammlungen an die Ortsbürgergemeinde St.Gallen ab, die 1914-1921 im Osten des Stadtparks ein neues Museum erbaute – der letzte kulturelle «Leuchtturm», den die Stadt dem Stickereiboom zu verdanken hat.

In den folgenden Jahrzehnten wurden die Sammlungsbestände kontinuierlich ausgebaut. 1979 erhielt das HVMSG mit der «Stiftung St.Galler Museen» eine neue Trägerschaft – zusammen mit dem Naturmuseum und dem Kunstmuseum. Seit 1. Januar 2012 ist es eine Einzelstiftung. Der Museumsbetrieb wurde in den letzten Jahren stark modernisiert und professionalisiert. Seit einigen Jahren arbeitet das HVMSG zudem mit auswärtigen Fachleuten und Universitäten zusammen, vor allem im Bereich der Völkerkunde. Vielfältige Kontakte pflegt das HVMSG aber auch zu historisch Interessierten. Es versteht sich explizit als "Museum der offenen Türen", ist Auskunftsstelle, Projektpartner, Leihgeber.