Geschichte und Weltkulturen

Das Historische und Völker­kundemuseum steht seit bald 100 Jahren im St.Galler Stadt­park. Es ist ein wichtiger Träger des historischen Gedächtnisses der Stadt, zum Teil auch des Kantons. Als Platt­form für Kultur- und Kunst­geschichte, Ethnologie und Zeit­geschichte strahlt es weit über St.Gallen hinaus. Grossen Wert legt das Museum auf ein reichhaltiges Angebot für Familien und Kinder. Das Kinder­museum im Dach­stock gehört zu den beliebtesten Abteilungen.

Kurzer Rundgang durchs Museum (TeleTop, Januar 2017)

Ein Erbe der Stickereiblüte

Den Grund­stock des HVM legten zwei Vereine. Die historische Sammlung geht auf den Historischen Verein des Kantons St.Gallen zurück (gegründet 1859), die ethno­graphische Sammlung auf die Ost­schweizerische Geographisch-­Commerzielle Gesell­schaft (gegründet 1878). 1917 schenkten die zwei Vereine ihre Sammlungen der St.Galler Ortsbürger­gemeinde, die 1915-1921 im Osten des Stadt­parks ein neues Museum erbaute. Das HVM ist damit der letzte kulturelle «Leucht­turm», den die Stadt dem Stickerei­boom zu verdanken hat.

In den folgenden Jahr­zehnten wurden die Sammlungs­bestände kontinuierlich ausgebaut. 1979 erhielt das HVM mit der «Stiftung St.Galler Museen» eine neue Träger­schaft – zusammen mit dem Natur­museum und dem Kunst­museum. Seit 1. Januar 2012 ist es eine Einzelstiftung. Der Museums­betrieb wurde in den letzten Jahren stark modernisiert und professionalisiert. Seit einigen Jahren arbeitet das HVM zudem mit auswärtigen Fach­leuten und Universitäten zusammen, vor allem im Bereich der Ethno­logie. Vielfältige Kontakte pflegt das HVM aber auch zu historisch Interessierten. Es versteht sich explizit als «Museum der offenen Türen», ist Auskunfts­stelle, Projekt­partner, Leihgeber. .