Publikationen

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Faszination Farbholzschnitt

Autor:
Daniel Studer
Verlag:
VGS Verlagsgenossenschaft St.Gallen
Erscheinungsjahr:
2016
Preis:
CHF 48.00
ISBN:
978-3-7291-1152-3

«Der japanisierende Farbholzschnitt als Kunstform des Jugendstils. Mit einem Katalog der Holzschnitte von Martha Cunz»

Beeinflusst vom japanischen Farbholzschnitt, begannen um 1860 in Paris tätige Künstler, sich mit der japanischen Kunst auseinander zu setzen. Der Japonismus erfuhr schnell eine Verbreitung über ganz Europa. Im deutsch sprachigen Raum beschäftigten sich die Hamburger Otto Eckmann und Peter Behrens um 1895 erstmals mit dem Holzschnitt nach japanischen Vor bildern. Wenig später folgten Emil Orlik und Ernst Neumann. 1901–02 wid meten sich in München auch Martha Cunz und Wassily Kandinsky dem japanisierenden Farbholzschnitt. Die neue Kunstform erfreute sich bald grosser Beliebtheit, und zahlreiche Künstlerinnen und Künstler pflegten den Mehrplattenholzschnitt.

Indianer und Inuit
Lebenswelten nordamerikanischer Völker

Herausgeber:
Martin Schultz
Erscheinungsjahr:
2015
Preis:
CHF 19.00
ISBN:
978-3-9523160-5-4

Das Historische und Völkerkundemuseum St.Gallen besitzt etwa 500 Zeugnisse zur Geschichte und Kultur der nordamerikanischen Völker. Ein internationales Autorenteam hat diese aussergewöhnliche Sammlung neu bearbeitet, stellt die Ergebnisse vor und zeigt Zusammenhänge auf.

Stille Gäste aus aller Welt

Konzept und Redaktion:
Peter Müller, Achim Schäfer
Erscheinungsjahr:
2015
Preis:
CHF 10.00
ISBN:
978-3-9523160-6-1

Zur Installation „Stille Gäste aus aller Welt“ erscheint 17. Dezember eine kleine Begleitpublikation. Sie versteht sich als Dokumentation des Projekts und enthält alle Bilder und Texte, ergänzt um einige weitere Materialien. Die Installation selbst ist voraussichtlich bis Sommer 2016 zu sehen.

Fliessende Welt. Verborgene Schönheit.
Schätze aus Japan

Herausgeberin:
Jeanne Egloff
Erscheinungsjahr:
2014
Preis:
CHF 24.00
ISBN:
978-3-9523160-3-0

Die Festschrift erschien zusammen mit der gleichnamigen Ausstellung anlässlich des Japan-Jahrs 2014, zum 150jährigen Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und der Schweiz. Sie bietet wissenschaftliche Studien zu den japanischen Kunst- und Kulturgütern aus der Museumssammlung des HVM. Daneben thematisiert sie historische und kulturelle Aspekte der langen Beziehung zwischen den beiden Ländern. Unter den Autor/-innen sind Vertreter/-innen von Kunst- und Kulturwissenschaft, Japanologie, Geschichte und Ethnologie.

Sangomas – Traditionelle Heilerinnen
und Heiler Südafrikas

Konzept und Redaktion:
Peter Müller
Erscheinungsjahr:
2014
Preis:
CHF 8.00
ISBN:
978-3-9523160-4-7

Die Begleitbroschüre zur Ausstellung «Sangomas – Traditionelle Heilerinnen und Heiler Südafrikas» (22.2.-19.10.2014) enthält die Fotos von Peter Frank. Dazu kommen vertiefende Texte zum Thema sowie eine Auswahl der spannenden Statements, die Ostschweizer Persönlichkeiten zu den Fotos abgegeben haben – vom Ethnologen David Signer bis zur Tiefenpsychologin Verena Kast.

Medizingeschichte

Autor/innen:
Monika Mähr
Erscheinungsjahr:
2011
Preis:
CHF 20.00
ISBN:
978-3-9523160-2-3

Diese Begleitschrift erscheint anlässlich der Ausstellung «Zeit für Medizin! Einblicke in die St.Galler Medizingeschichte» (28. Mai 2011–20. Mai 2012) im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen. Über 20 Autorinnen und Autoren beleuchten darin Facetten der Geschichte vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Sie zeigen auf, wie sich verschiedene Heilkonzepte und typische Krankheiten in der Ostschweiz auswirkten, welche Anlaufstellen es im Kloster und der Stadt St.Gallen gab und wie die medizinische Versorgung im Kanton St.Gallen aufgebaut wurde. Neben der Schilderung besonderer Persönlichkeiten wird das Leben im Alltag durch die Beschreibung vieler Einzelschicksale fassbar.

Wilhelm Meier – Ein St.Galler Bildhauer zwischen Tradition und Moderne

Autor/innen:
Tamara Weibel
Erscheinungsjahr:
2010
Preis:
CHF 20.00
ISBN:
978-3-9523160-1-6

Der St.Galler Künstler Wilhlem Meier (1880-1971) war ein Schüler von August Bösch (1857-1911), des zu seiner Zeit bekanntesten Ostschweizer Bildhauers (u.a. Schöpfer des Broderbrunnens in St.Gallen). Nach noch stark im Jugendstil verhafteten Anfängen löste sich Meier von der malerischen Auffassung der Skulptur und entwickelte eine Figurenplastik von betonter Körperlichkeit.

service! reiche speisen
Esskultur und Schweizer Porzellan im 18. Jahrhundert

Autor/innen:
Monika Mähr
Erscheinungsjahr:
2009
Preis:
CHF 24.00
ISBN:
978-3-9523160-0-9

In der gehobenen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts hatte das Porzellan seinen grossen Auftritt. Das "Weisse Gold" bildete den passenden Rahmen für das Servieren neuer Speisen und Exotischer Heissgetränke. Noch heute erinnern uns das edle Geschirr und der zierliche Figurenschmuck an die Tafelkulur jener Epoche. Das Historische und Völkerkundemuseum besitzt eine bedeutende Sammlung von Beispielen der Porzellanmanufakturen von Zürich (1763-1790) und Nyon (1781-1813), die 1943 von Friedrich Eugen Girtanner (1880-1956) geschenkt wurde. Diese Publikation stellt ausgewählte Stücke vor und zeichnet das Aufkommen der Porzellanmode in der Schweiz nach. Dazu werden die Veränderungen in der Ernährung und Esskultur mit Beispielen aus der Ostschweiz vorgestellt.

VerWandlung – Alltag, Kunst und Religion bei Amazonas-Indianern

Autor/innen:
Sabine August
Erscheinungsjahr:
2006
Preis:
CHF 24.00
ISBN:
978-3-9520597-7-7

Das Prinzip der Verwandlung hat bei den Amazonas-Indianern Tradition. Es vollzieht sich in allen Bereichen des Alltags und der Religion wie bei der Nahrungszubereitung, den mythischen Erzählungen, den religiösen Zeremonien, den sozialen Beziehungen, der Herstellung von Gegenständen und dem Individuationsprozess. Im Mittelpunkt der indigenen Gemeinschaft steht die Entwicklung des Individuums zu einem sozialen Wesen sowie seine Verantwortung, den Fortbestand der Welt zu sichern. Jedes Individuum durchläuft von der Geburt bis zum Tod unterschiedliche Lebensabschnitte. Bei diesen Wandlungsprozessen spielen der Schamane mit seinen rituellen Gesängen und Tänzen sowie Gegenstände mit abstrakten Mustern und symbolischen Zeichen eine wesentliche Rolle. Viele indigene Gemeinschaften des amazonischen Tieflands haben unterdessen einen tief greifenden kulturellen Wandel vollzogen. Sie vermögen jedoch gegenwärtig in einer stark veränderten Welt mit neuen Mitteln ihre Identität zu behaupten und ihren eigenen Weg in die Moderne zu gestalten. Exponate, Fotos und Texte geben Einblicke in die Vorstellungswelt und Kunstfertigkeit indigener Gruppen aus Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Ecuador und Peru.

DVD Fürstabtei St.Gallen – Eine tausendjährige Geschichte

Autor/innen:
Andreas Baumberger
Erscheinungsjahr:
2005
Preis:
CHF 18.00
Laufzeit:
17 min / PAL

Seit 1983 gehört der Stiftsbezirk St.Gallen zum Weltkulturerbe der Unesco. Die Kathedrale zählt zu den glanzvollsten Bauten des Spätbarocks nördlich der Alpen. Ein weltweit einzigartiger Ort der Überlieferung mittelalterlicher und barocker Schriftkultur befindet sich im Stiftsarchiv und der prachtvollen Stiftsbibliothek. Der Film erzählt die bewegte, tausendjährige Geschichte der Abtei und zeigt in eindrücklichen Bildern das einzigartige Erbe des berühmten Gallusklosters.

Kunst- und Kulturführer Kanton St.Gallen

Autor/innen:
Daniel Studer
Erscheinungsjahr:
2005
Preis:
CHF 48.00
ISBN:
3-7995-0153-3

Der Kanton St.Gallen liegt zwischen Bodensee und Alpen in einer reizvollen und reichen alten Kulturlandschaft. Der sechstgrösste Kanton der Schweiz setzt sich zusammen aus dem alten Besitztum der Fürstabtei St.Gallen (Fürstenland und Toggenburg), der Hauptstadt St.Gallen, einigen ehemals eidgenössischen Landvogteien (Rheintal, Sax-Forstegg, Gams, Werdenberg, Wartau, Sargans, Gaster und Uznach) und der Stadt Rapperswil. Diese Gebiete – 1803 vereinigt und von Napoleon I. als Kanton bestätigt – bilden aber weder (kunst)geschichtlich noch politisch eine Einheit. In diesen Landschaften liegen insgesamt 89 Gemeinden, die nebst ihren dörflichen und städtischen Zentren auch Nebendörfer, Weiler und Einzelhöfe aufweisen. Der «Kunst- und Kulturführer Kanton St.Gallen» versteht sich als Wegweiser zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und dient sowohl zur Vorbereitung einer Reise wie auch als Handbuch vor Ort. Er verzeichnet Kultur- und Baudenkmäler und zeigt sie in farbigen Bildern, die meist für dieses Buch neu aufgenommen worden sind.

Iranische Flachgewebe

Vergriffen

Autor/innen:
Isabella Studer-Geisser
Erscheinungsjahr:
2004
Preis:
CHF 12.00 (Vergriffen)
ISBN:
3-9520597-5-7

Die Flachgewebe der iranischen Nomaden haben eine jahrtausendealte Tradition und entstammen einer auf magischen Zeichen und Formen beruhenden Gedankenwelt. Ihre Merkmale sind abstrakte Muster, eine intensive Farbgebung und ein starker individueller Charakter. Klare Streifenstrukturen, die Verwendung von Komplementärkontrasten und die visuelle archaische Einfachheit der Flachgewebe bilden erstaunliche Gemeinsamkeiten zur modernen Kunst des 20. Jahrhunderts. Die geometrisch-ungegenständliche Kunst in Europa entstand aber nicht als Nachahmung antiker oder völkerkundlicher Vorbilder. Gemeinsam ist ihnen – trotz unterschiedlicherWege und intellektueller Beweggründe – ein intuitiver oder bewusster Umgang mit geometrisch-abstrakten Gestaltungsmitteln. Für die moderne Malerei sind die vielfältigen Beziehungen und Anleihen, die die Künstler des 20. Jahrhunderts bei der «primitiven» Kunst machten, längst Gegenstand von Forschung und Ausstellungen geworden.

Der Bildhauer August Bösch – Ein Deutschrömer Künstler aus dem Toggenburg

Autor/innen:
Daniel Studer
Erscheinungsjahr:
2004
Preis:
CHF 12.00
ISBN:
3-9520597-4-9

Der gebürtige Toggenburger Bildhauer August Bösch (1857-1911) gehört zu den wenigen St.Galler Künstlern, die sich national einen Namen schaffen konnten. Er ist dem Kreis der Deutschrömer zuzurechnen, die sich in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Rom versammelten. Obschon Bösch nicht zu den ganz Grossen gehört, nimmt er eine prominente Stellung innerhalb der Schweizer Deutschrömer Künstler ein.

Als sein Hauptwerk kann der von Kantonsrat Hans Broder gestiftete und nach seinem Donator benannte Brunnen auf dem ehemaligen Lindenplatz in St.Gallen bezeichnet werden. Im Jahr 2000 wurden die im Laufe der Zeit stark in Mitleidenschaft gezogenen Galvanoplastiken durch Bronzeabgüsse ersetzt. Die restaurierte Hauptgruppe mit den drei Nymphen und die Figur des auf seiner Gans reitenden Knaben befinden sich seither unter den Arkaden im Innenhofe Historischen und Völker-kundemuseums St.Gallen.

Sankt-Galler Jugendstil

Autor/innen:
Isabella Studer-Geisser und Daniel Studer
Erscheinungsjahr:
2004
Preis:
CHF 12.00
ISBN:
3-9520597-3-0

Als ‹Jugendstil› wird eine kurze kulturgeschichtliche Epoche der Stilentwicklung und Reformsuche um und nach 1900 bezeichnet – das Aufbegehren der Jugend gegen das Alte. Es ist nicht ein einheitlicher Stil, sondern eine Bewegung mit dem gemeinsamen Ziel der Erneuerung der Kunst, d.h. der Überwindung des Historismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Alle erwähnten Architekten und Künstlerinnen und Künstler haben in unterschiedlicher Weise ihren Beitrag zur Kunst der Jahrhundertwende im Kanton St.Gallen geleistet. Die Übersicht vermag einen Eindruck zu vermitteln, wie sie sich im Spannungsfeld zwischen Heimat und Fremde – sowie verschiedenen Kunstrichtungen, die nur bedingt dem Begriff ‹Jugendstil› zuzurechnen sind – bewegten.

Durch die lineare und florale Formensprache, die Betonung der Fläche, die neue Farbigkeit und die andersartigen Motive grenzten sich die Kunstschaffenden bewusst gegen Tradition und Akademismus ab und bereiteten so den Boden für die Avantgardekunst des 20.Jahrhunderts.

St.Gallen | Architektur und Städtebau 1850 — 1920

Autor/innen:
Peter Röllin und Daniel Studer
Erscheinungsjahr:
2003
Preis:
CHF 36.00
ISBN:
3-9520597-2-2

Das Aufkommen englischer Textilmaschinen ab 1801, die Kantonsgründung 1803 und die Klosteraufhebung 1805 markieren den Schritt von der Kleinstadt zum industriellen «Gross-St.Gallen». Dank der Maschinenstickerei wächst die Ostschweizer Metropole rasant. Das Bauen vor den Mauern folgt vorerst der West-Ost-Ausrichtung des engen Hochtals. Mit den Hangüberbauungen ab 1860 werden die sozialen Gegenbilder von Villen- und Arbeiterquartieren im engen Stadtkörper manifest. Feine Stickereien, nützlicher Beton und ein «Go West» in Richtung Bahnhof und Post: Die Geschäftshäuser aus der Frühzeit des Eisenbetonbaus heissen wegweisend «Pacific» oder «Oceanic», während Architekturstile eher an lokale Traditionen anknüpfen.

Neben einem «Stadtportrait» liefert das vorliegende Buch ein detailliertes Gebäudeinventar und zahlreiche, durch ein Register erschlossene biografische Daten.

Silberglanz und Kleiderpracht der Seidenstrassen – Sammlung Kurt Gull

Autor/innen:
Roland Steffan und Hans-Jörg Schwabl
Erscheinungsjahr:
2003
Preis:
CHF 25.00
ISBN:
3-9521657-5-1

Dass wir uns in der Sonderausstellung „Silberglanz und Kleiderpracht der Seidenstrassen“ ein Bild von der Schönheit, Symbolkraft und im wahrsten Sinne des Wortes „magischen“ Ausstrahlung der Schmuck- und Textilkunst Mittelasiens machen können, ist der grosszügigen Geste des Sammlers Kurt Gull aus Zürich zu verdanken, der seine im Laufe eines Vierteljahrhunderts zusammengetragenen und schon seit langem internationales Ansehen geniessende Kollektion dem Völkerkundemuseum St. Gallen geschenkt hat.

[...] Die Sammlung zeichnet sich aus durch die Bandbreite der Schmuckprovinzen, eine umfassende Übersicht innerhalb der Schmucktypen, eine grosse ethnologische und kunstgeschichtliche Aussagekraft sowie eine spürbare Freude an neuen Entdeckungen. Diese Schenkung erlaubt einen Einblick in das Leben der Nomaden, Bauern und Städter wie auch in das gesellschaftliche Gefüge Mittelasiens, denn nichts liegt dem Menschen näher als seine Tracht, also das, was Völker, Stämme und Stände als Kleidung und Schmuck am Leibe tragen.

Berühmte Diamanten und ihre Geschichte(n) – Kulturgeschichte des begehrtesten Edelsteines

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
2002
Preis:
CHF 20.00
ISBN:
3-9521657-5-1

Seit Jahrtausenden hat der Mensch eine besondere Beziehung zu den sogenannten „Edelsteinen“, ein Verhältnis, das vor allem durch die Freude am Schönen bestimmt wird. Für die Einstufung eines Minerals oder organischen Stoffes als Edelstein steht seine schöne Erscheinung an erster Stelle: Diese Schönheit, bedingt durch Farbe, Glanz und Durchsichtigkeit, kann sich durch Bearbeitung – also Schliff und Politur – und eine ansprechende Einfügung in ein Schmuckstück zusätzlich erhöhen. Härte ist ein weiteres Merkmal des Wertes. Ein kostbarer Stein welkt nicht wie eine Blume im Sonnenlicht und gilt daher auch als Siegel der Unvergänglichkeit. Da häufige Schönheit nicht mehr als solche wahrgenommen wird, mehrt Seltenheit die Kostbarkeit eines Edelsteines. All die genannten Eigenschaften besitzt nur ein einziger Stein: der Diamant.

[...] Die Beziehung des Menschen zum edlen Stein erlebte im Laufe der Kulturgeschichte viele Veränderungen. Neben der Vorstellung von etwas sehr Schönem verbindet sich mit dem Begriff „Glitzersteine“ immer auch der Gedanke an Kostbarkeit, Reichtum und Wertbeständigkeit. Wer viele dieser natürlichen Schätze besass, hob sich aus der Menge der Menschen heraus. Eingesetzt in einen auffallenden Kopfputz und andere Insignien der Macht, wurden sie zu Zeichen geistlicher und weltlicher Vorrangstellung. Ohne Beschränkung auf bestimmte Zeiten oder Kulturen begann man schon früh mystische Kräfte in die edlen Steine hineinzudeuten.

Buddhas und Menschen in Bamiyan

Autor/innen:
Habibo Brechna und Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
2001
Preis:
CHF 20.00
ISBN:
3-9521657-2-7

Auf Grund der jüngsten Ereignisse in Afghanistan haben sich während der Vorbereitungen zur Sonderausstellung „Der Bazar von Kabul – Schnittpunkt der Kulturen“ das Völkerkundemuseum St. Gallen und Prof. Dr. Habibo Brechna von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich kurzfristig dazu entschlossen, zum eigentlichen Ausstellungskatalog eine zusätzliche Publikation mit dem Titel „Buddhas und Menschen in Bamiyan“ zu verfassen. Mit seinem Bruder, Dipl. Arch. Abdullah Breshna in Karlsruhe, hütet er gerettete Bilder und bewahrt er die mündlichen Informationen sowie Legenden aus dem Nachlass ihres Vaters, des Malers Abdul Ghafur Brechna (1907-1974), über das Tal von Bamiyan, seine kolossalen Buddha-Statuen und die dort ansässige Bevölkerung. Angesichts der sinnlosen Zerstörung eines der ganzen Welt gehörenden Kulturerbes sowie der Demütigung von Menschen allein wegen ihrer Zugehörigkeit zu einem der beiden Geschlechter, einer bestimmten Volksgruppe oder Religionsgemeinschaft hielten es die Verfasser für angebracht, diese bisher verborgenen Quellen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und damit die Erinnerung an eines der ruhmvollsten Kapitel aus der Vergangenheit Afghanistans wach zu halten.

Der Bazar von Kabul – Schnittpunkt der Kulturen

Autor/innen:
Habibo Brechna und Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
2001
Preis:
CHF 20.00
ISBN:
3-9521657-3-5

Lange galt Afghanistan als unbekanntes, wildes, orientalisches Märchenland am Hindukush. [...] Seit den frühen 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts überstürzten sich jedoch die Nachrichten, als das Land stellvertretend zum Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen den beiden Lagern des Kalten Krieges wurde und seither von einer Katastrophe in die andere stürzte. [...] Die Hauptstadt Kabul war wegen ihrer Lage an den alten Handelswegen schon immer ein Schnittpunkt, an dem sich Menschen verschiedener Kulturen trafen und austauschten, weshalb sie im Kleinen den Zustand des ganzen Landes widerspiegelte. Es war der Maler Abdul Ghafur Brechna (1907-1974), der als junger Mann eine künstlerische Laufbahn in Deutschland begonnen hatte und dann zum Chronisten seiner Stadt und seines Heimatlandes wurde. Durch einen Teil seines Nachlasses, den die Familie während des sowjetischen Einmarsches unter abenteuerlichen Umständen retten konnte, und durch völkerkundliche Gegenstände soll in der Ausstellung „Der Bazar von Kabul – Schnittpunkt der Kulturen“ noch einmal der Blick auf die glücklicheren Tage Afghanistans gerichtet werden.

«woher? wohin?» 14 Jahrhunderte Christenleute im Raum St.Gallen

Autor/innen:
F. X. Bischof, A. Dubach, R. Gamper, I. Grüninger, F. Jehle, M. Jehle, M. Mähr, M. Mayer, P. Oberholzer, L. Specker
Erscheinungsjahr:
2001
Preis:
CHF 6.00

Der vorliegende Museumsbrief ist gedacht als Begleitschrift zur Sonderausstellung «woher? wohin?— 14 Jahrhunderte Christenleute im Raum St.Gallen». Ausgewiesene Spezialistinnen und Spezialisten haben zum besseren Verständnis dessen, was in der Ausstellung gezeigt wird, zu ausgewählten Themen der regionalen Glaubensgeschichte, Texte verfasst. Eine Ausstellung, besonders dann, wenn sie sich einem so umfangreichen Gegenstand wie im vorliegenden Fall verschrieben hat, muss sich notgedrungen darauf beschränken, Streiflichter auf einige wenige markante Punkte der Entwicklung zu werfen.

Die im Museumsbrief versammelten Artikel sollen zum vertiefenden Verständnis dessen beitragen, was in der Ausstellung oft nur angedeutet werden kann. Es fanden daher auch Texte Aufnahme, die indirekt ein erhellendes Licht auf die Gegenstände und Probleme der Glaubensgeschichte werfen. So ist beispielsweise der Beitrag über die Alchemie deshalb in diesem Zusammenhang wertvoll, weil diese wie keine andere Erscheinung geeignet ist, die Bedeutung des Mentalitätswandels an der Schwelle zur Neuzeit zu verdeutlichen, jenes Überganges von rein religiösem zum wissenschaftlichen Denken, der auch zu tiefgreifenden Veränderungen im Glaubensleben führen sollte.

Den Autorinnen und Autoren, die durch ihre Texte einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Ausstellung leisten, bin ich zu Dank verpflichtet.

Bilder göttlicher Gnade – Russische Ikonen des 15. bis 19. Jahrhunderts aus den Kunstsammlungen zu Weimar

Vergriffen

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
2000
Preis:
CHF 20.00 (Vergriffen)
ISBN:
3-9521657-0-0

Die etwa hundert Jahre zurückliegende Wieder- und Neuentdeckung der russischen Ikonenmalerei hat auf ungeahnte Weise das bisher bekannte und gepflegte Erbe der abendländischen Kultur bereichert und die europäische Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entscheidend befruchtet. Ihre zarte und sichere Linienführung, ihre warme und harmonische Farbegebung, ihre seelische Tiefe und religiöse Botschaft weisen sie als unverwechselbare und eigenständige Meiserwerke des christlichen Geistes orthodoxer Prägung aus. Ihre fast unerschöpfliche Vielfalt an Inhalten und Gestaltungsweisen führt die in sich geschlossene Sammlung aus Weimar beispielhaft vor Augen.

[...] Durch die Zerstörung und Plünderung von Kirchen und Klöstern im Rahmen der antireligiösen Massnahmen der jungen Sowjetunion gelangte über die Berliner Handelsvertretung der UdSSR zahlreiche Tafelbilder in den deutschen Kunsthandel und von dort weiter an einige Privatsammler, zu denen auch der Weimarer Bürger Dr. Georg Haar (1887-1945) gehörte. Vor seinem tragischen Freitod vermachte Georg Haar seine ganze Kollektion gemalter Bildtafeln zusammen mit den geschnitzten und gegossenen Kleinobjekten in Form von Metall-, Reise- und Amulettikonen sowie Kreuzen als Zeugen orthodoxer Frömmigkeit dem Schlossmuseum zu Weimar.

Die byzantinischen Münzen im Historischen Museum St.Gallen

Autor/innen:
A. U. Sommer
Erscheinungsjahr:
2000
Preis:
CHF 2.00

Dass das Historische Museum St.Gallen zahlreiche bedeutende, interessante und auch kuriose Bestände beherbergt, dürfte allen Freundinnen und Freunden dieser Institution bekannt sein. Dazu zählt auch — dies ist weniger bekannt — eine Sammlung von Münzen des Byzantinischen Kaiserreiches, die in der Dauerausstellung gewöhnlich nicht zu bewundern ist. Zwar kann jedermann an der Museumskasse einen Katalog mit detaillierten Beschreibungen dieses Schatzes erwerben; da dieses Bändchen aber eher den Anschein einer wissenschafftlichen Fachpublikation erweckt und nicht mit prächtigen Abbildungen lockt, dürfte es nicht gerade viele Käufer in seinen Bann schlagen. Dafür behauptet es in numismatischen Fachbibliotheken seinen Platz.

Im folgenden wollen wir diesen bei näherem Hinsehen gar nicht so stummen Zeugen einer versunkenen Epoche auf die Spur zu kommen suchen. Die byzantinischen Münzen des Historischen Museums erzählen von der Geschichte und der Kultur eines in Vergessenheit geratenen, aber einst glanzvollen Reiches.

schlicht elegant – Mode der 1920er Jahre

Autor/innen:
U. Karbacher, M. Mähr, L. Specker, J. Wagner
Erscheinungsjahr:
2000
Preis:
CHF 4.00

Zu den wertvollsten und kulturhistorisch interessantesten Beständen des Historischen Museums St.Gallen gehört eine mehrere Hundert Stücke umfassende Kostümsammlung. Die ältesten Kleider stammen noch aus dem 18. Jahrhundert, die jüngsten aus den 1960er Jahren. Von dieser reichhaltigen Kollektion kann aus Platzmangel in der permanenten Ausstellung leider nur ein Bruchteil gezeigt werden. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, einmal eine Sonderschau mit ausgewählten Kleidern aus der magazinierten Sammlung zusammenzustellen. Unter dem Titel schlicht elegant — Mode der 20er Jahre ist nun im Historischen Museum St.Gallen vom 11. November 2000 bis 29. April 2001 eine Ausstellung mit typischen Kleidungsstücken aus jener lebhaften Epoche der jüngeren Vergangenheit zu sehen, der man das Attribut goldene Zwanziger verliehen hat.

Die vorliegende Begleitschrift hat es sich u.a. zum Ziel gesetzt, die Hintergründe etwas auszuleuchten, die Bedingungen aufzuzeigen, welche das einzigartige und noch heute Staunen hervorrufende Modephänomen der Zwischenkriegszeit geprägt haben.

Für ihre fachkundigen Beiträge zu diesem Museumsbrief danke ich als Konservator des Historischen Museums St.Gallen Ursula Karbacher, Monika Mähr und Jaana Wagner.

Zur Freude der Götter und Menschen – Textilien aus der Inselwelt Indonesiens

Autor/innen:
Thomas Murray und Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
2000
Preis:
CHF 20.00
ISBN:
3-9521657-1-9

Der im 19. Jahrhundert von der Wissenschaft geprägte Begriff „Indonesien“ („Indische Inseln“) greift weit über das aus der holländischen Kolonie Niederländisch-Indien hervorgegangene politische Gebilde hinaus und umfasst u.a. auch die südostasiatischen Inselkulturen der Philippinen, Malaysias, Taiwans und sogar Madagaskars, welche vor Jahrtausenden vor allem durch bäuerliche und seefahrende Einwanderer mongolider Herkunft und austronesischer Sprachen, die in Wellen vom asiatischen Festland einsickerten, ihre gemeinsame Prägung erhielten. Diese Spuren sind trotz aller späteren Einflüsse aus China, Indien, dem islamischen Raum und Europa bis heute in der materiellen und geistigen Kultur der indonesischen Altvölker sowie der hochzivilisierten Reiche Javas und Sumatras nachweisbar.

In keinem Land der Welt lässt sich diese Vielschichtigkeit derart deutlich aus der Tradition der Stoffe und Tücher ablesen wie in Indonesien. Die Sonderausstellung „Zur Freude der Götter und Menschen – Textilien aus der Inselwelt Indonesien“ aus dem Nachlass von Franz Lakner zeigt die drei wichtigsten Bereiche der Färbe- und Webkunst: Ikat, die sogenannten „Schiffstücher“ und Batik.

AntikenKabinett – Etrusker und Hellenen

Vergriffen

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1999
Preis:
CHF 20.00 (Vergriffen)
ISBN:
3-9520595-9-5

Was das „AntikenKabinett“ und der bebilderte Katalog zeigen wollen, wird gelegentlich als „antike Kleinkunst“ bezeichnet, wobei es sich oft um Werke von hohem künstlerischen Rang handelt. Von Hand modellierte oder fast in Serie aus Modeln geformte Tonfiguren zeugen vom künstlerischen Vermögen ihrer namenlosen Verfertiger und gelangten als Votivgaben des kleinen Mannes in die Heiligtümer und Gräber. Den Schwerpunkt bildet die aussagekräftige Töpferkunst altitalischer Kulturen. Der Mensch der Industrie- und Plastikgesellschaft kann sich kaum mehr vorstellen, welche Revolution die Erfindung der Töpferscheibe und des Brennofens sowie die damit hergestellte Keramik für das Alltagsleben längst vergangener Zeiten bedeutete. Schnell kamen die Menschen dazu, ihr Gebrauchs- und Ritualgeschirr auf jeweils eigene Weise zu formen und zu verzieren. Die ausgestellten Objekte belegen ein erstaunliches Formgefühl, hinter dessen Vereinfachung ein hochentwickelter Kunstsinn und ein unfehlbares Gespür für Linien und Konturen stehen. Den Besucherinnen und Besuchern soll vermittelt werden, dass im alten Italien nicht nur die römische Kultur existierte, sondern auch ein farbiges Mosaik älterer und eigenständiger Zivilisationen. Aus dem Halbdunkel des Vergessens und Nichtwissens treten wenigstens noch die Etrusker Mittelitaliens und die Hellenen Unteritaliens einigermassen deutlich hervor.

«das gewisse etwas» – der Reiz des Fächers

Autor/innen:
M. Gächter, M. Mähr, Ch. Musits, G. Obrist, M. Volet
Erscheinungsjahr:
1999
Preis:
CHF 20.00

Diese Publikation erschien als Begleitschrift zur Ausstellung «das gewisse etwas», — der Reiz des Fächers, im Textilmuseum und im Historischen Museum St.Gallen 25. April — 26. September 1999

Wenn von einem Fächer die Rede ist, dann denkt man unweigerlich an dieses handliche Accessoire, bestehend aus Stäben, die an einem Ende von einem Stift und am anderen Ende von einem gefalteten Blattstreifen zusammengehalten werden. Diese bekannte, aus Japan stammende Form des Faltfächers bildet jedoch nur eine ausgefeilte Variante verschiedener fächerartiger Gebilde, deren Herkunft und Entstehungszeit sich wie bei anderen einfachen Gebrauchsgegenständen des alltäglichen Lebens nicht mehr genau rekonstruieren lassen. Vielmehr scheinen Fächer und die ihnen verwandthen Wedel unabhängig voneinander in zahlreichen Kulturen entstanden zu sein. Ein solches Behelfsmittel anzufertigen, alg sozusagen auf der Hand und war wohl «... nichts weiter als das Ergebnis einer Notlage..., eine Schöpfung des Bedürfnisses, aus dem, wie weise Denker behaupten, alle Erfindungen hervorgehen.»

Ob dabei ein Blattfächer eine vergrösserte Handfläche und ein Wedel die Funktion eines Tierschweifs imitieren sollten, oder ob Palmwedel, Vogel- und Fledermausflügel als Inspiration gedient haben, lässt sich ebenfalls nicht mehr beantworten.

Die Welt am Gürtel – Japanische Netsuke und Inrô aus der St. Galler Sammlung für Völkerkunde

Vergriffen

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1999
Preis:
CHF 20.00 (Vergriffen)

Neben den einzigartigen Leistungen in Baukunst, Landschaftsgestaltung, Plastik, Malerei und Dichtung vermögen uns vor allem die kunsthandwerklichen Fähigkeiten und Erfindungen der Japaner zu fesseln. Die Verbindung von intellektueller und ästhetischer Bildung bekundet sich in der Wahl der Schmuckmotive und deren feinsinniger Umsetzung in das angemessene Material. Dies überrascht und entzückt unser Auge als zur Vollendung gebrachte Textilkunst, Graphik, Keramik, Schnitzerei und Lackarbeit. Die beiden letzteren begegnen uns beispielhaft in Form von Gürtelknöpfen (jap. Netsuke) und Gürtelanhängern (jap. Inrô).

Die Anzahl japanischer Netsuke (sprich: Netske) und Inrô in der St. Galler Sammlung für Völkerkunde ist nicht sehr gross. Die beiden Gattungen sind aber jeweils in so vielen Varianten und Ausführungen vertreten, dass sie sehr gut aufzuzeigen vermögen, worauf es bei diesen Erzeugnissen des Kunsthandwerks und der Kleinkunst ankommt. Die meisten Stücke sind signiert und stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, also der Zeit, in der sie hauptsächlich – als Bestandteil der traditionellen Kleidung – in Gebrauch waren. Durch die geschichtlichen Ereignisse, welche die Übernahme westlicher Lebensart und Mode mit sich brachten, ist heute die Kunst der Inrô und Netsuke so gut wie erschöpft und erloschen. Bei ihrer Betrachtung bleibt nur noch die Freude darüber, dass die japanische Kultur so etwas Faszinierendes und Bezauberndes überhaupt einmal hervorgebracht hat.

Gejagt und verehrt – Das Tier in den Kulturen der Welt

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1999
Preis:
CHF 10.00
ISBN:
3-9520595-8-7

Lange bevor der Mensch sich selbst zum Gegenstand der darstellenden Kunst erkor, haben Bildhauer und Maler aller Kulturkreise zu allen Zeiten das Thema „Tier“ in den verschiedensten Materialien und Techniken bearbeitet. Seit dreissigtausend und mehr Jahren widerspiegelt sich im künstlerischen Bemühen die vielschichtige, vielgesichtige und oft auch widersprüchliche Beziehung des Menschen zu seinen Mitgeschöpfen, die in den detailreichen, naturnahen oder auf das Wesentliche beschränkten Darstellungen zum Ausdruck kommt. Die Bilder und Figuren der Sonderausstellung „gejagt und verehrt – Das Tier in den Kulturen der Welt“, die den Zeitraum von der Antike bis zum frühen 20. Jahrhundert sowie die Kulturkreise der Erdteile Asien, Afrika, Europa und Amerika umspannen, führen anschaulich vor Augen, wie der Mensch die Tiere als Verkörperungen des Göttlichen, als Bedrohung, Jagdbeute, Nahrungsspender und treuen Gefährten erlebt hat. Die beiden Verben „jagen“ und „verehren“ im Titel der Ausstellung geben die ganze Bandbreite an, innerhalb der sich die Begegnung von Mensch und Tier bisher abgespielt hat. Die grossen und kleinformatigen Bildwerke sind auch ein Gradmesser für die jeweilige Grundhaltung der Menschen gegenüber der Schöpfung im allgemeinen und den Geschöpfen im besonderen.

Glanz und Fluch des Elfenbeins

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1998
Preis:
CHF 10.00
ISBN:
3-9520595-6-0

Die Eigenschaften des Elfenbeins haben seit Jahrtausenden die Menschen Asiens, Afrikas, Europas und der Arktis bezaubert, ebenso wie die Grösse der Tiere, welche Träger des kostbaren Werkstoffs sind, die Menschen beeindruckt hat. Als „königliches“ Material war sein Gebrauch lange alleiniges Vorrecht des Götterkultes, der Herrscher und oberen Klassen, ehe eine gewisse Demokratisierung der Gesellschaft auch einer breiteren Bevölkerung den Zugang zum Luxus des Elfenbeins verschaffte. Wurden früher Elefanten, Flusspferde, Wale und Walrosse ihrer Zähne wegen in geregelten und begrenzten Jagden erlegt, so löste zum Beispiel im 19. Jahrhundert der massenhafte Bedarf an elfenbeinernen Billardkugeln und Klaviertasten ein unkontrolliertes Gemetzel unter den Wildtieren aus, das sie an den Rand der Ausrottung brachte. Eine völkerkundliche Ausstellung, welche die Bedeutung des „Weissen Goldes“ in den Kulturen der Alten Welt anhand künstlerisch gestalteter und zuweilen kurioser Objekte zeigen möchte, muss auch diese tragische Kehrseite des Themas mit einbeziehen.

Schätze aus der Ethnographischen Sammlung des Kantons Thurgau

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1998
Preis:
CHF 18.00
ISBN:
3-9520595-7-9

Mitte 1996 wurde bekannt, dass die Ethnographische Sammlung des Kantons Thurgau künftig als Dauerleihgabe in St. Gallen besichtigt werden kann. Die 1600 Objekte aus verschiedenen Weltkulturen füllen jedoch nicht einfach die Bestände des Museums in St. Gallen auf, sondern sie ergänzen und bereichern Bestehendes sinnvoll um bedeutende aussereuropäische Kunstwerke und Alltagsgegenstände, die in der hauseigenen Sammlung zum grössten Teil noch nicht vorhanden waren.

[...] Anlässlich der Olma Messe 1998, an welcher der Kanton Thurgau Gastkanton war, wurden einige dieser „Schätze aus der Ethnographischen Sammlung des Kantons Thurgau“ der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen einer Sonderausstellung erstmals vorgestellt.

«Errette mich, oh Herr, von allem Übel!» Exvotos – Bilder und Zeichen katholischer Volksfrömmigkeit

Autor/innen:
D. Suter
Erscheinungsjahr:
1997
Preis:
CHF 2.00

Stumm liegen sie in den Schränken der Museen, auf den Dachböden von Kirchen und Klöstern. Sie entsprechen im Zeitalter der Naturwissenschaften und Hightech-Medizin nicht mehr der eher säkularen Frömmigkeit der Christen. Auch die religiöse Ästhetik hat sich geändert, und so wurden sie aus vielen Kirchen entfernt — hie und da liess man ein besonders kunstvolles Stück hängen, zur Zierde und als historisches Dokument. Die Rede ist von den unzähligen Bildern und Zeichen, Exvotos genannt, die anlässlich von Wallfahrten zum Dank oder als Bitte in Kirchen, Kapellen und Klöstern hinterlassen wurden.

Den eiligen Besuchern einer Ausstellung zum Thema Votivbilder mögen die meisten Bilder ähnlich scheinen — naive religiöse Volkskunst eben. Doch wer sich Zeit nimmt und sich auf die Sprache der Bilder einlässt, wird darin eine Fülle an Geschichten über die Lebensweise, die Religiosität, die Nöte und die Ängste der Menschen aus den letzten 500 Jahren finden.

"...wo der Pfeffer wächst" – Spezereien und Kolonialwaren aus fernen Ländern

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1997
Preis:
CHF 10.00
ISBN:
3-9520595-5-2

Früher gehörte der Gewürzhandel zu den einträglichsten Geschäften überhaupt. Nicht umsonst hiess es im Mittelalter ein durch nicht ganz saubere Geschäfte steinreich gewordener Kaufmann „Pfeffersack“, und noch heute nennt man einen überhöhten Preis einen „gepfefferten“. Der Begriff „Spezereien“ für feine Gewürz- und überseeische Esswaren lässt sich über das italienische Wort „spezierie“ bis zum lateinischen „species“ für „Art; Gewürz“ zurückverfolgen. Der Begriff „Kolonialwaren“ weist darauf hin, dass in der Vergangenheit mit dem Erwerb der begehrten Nahrungs-, Genuss- und Würzmittel oft gewaltsame Landnahme, Raubzüge, Betrug sowie Ausbeutung von Mensch und Natur verbunden waren und teilweise heute noch sind. Andererseits haben diese Waren einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Essgewohnheiten, materielle Kultur und Verfeinerung der Sitten im Abendland gehabt, da sie meist aus hochentwickelten und fortschrittlichen Völkern oder durch deren Vermittlung zu uns gelangten.

Augenweiden – Kelims aus Anatolien und dem Kaukasus

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1996
Preis:
CHF 10.00
ISBN:
3-9520595-4-4

Mit der Sonderausstellung, die sich mit einem äusserst spannenden Bereich der orientalischen Alltagskultur befasst, soll auf die phantasievolle und ursprüngliche Textilkunst Anatoliens, des Kaukasus und angrenzender Gebiete, wie sie sich in den Web- und Wirkteppichen jener Regionen zeigt, aufmerksam gemacht werden. Die Ausstellung hat sich die Aufgabe gestellt, die als „Kelima“ (türk. Kilim; pers. Gelim) bekannten Flachgewebe aus dem dominierenden Schatten der Knüpf- oder Florteppiche hervorzuholen. Letztere gelangten schon seit dem späten Mittelalter als kostbare und begehrte Symbole für Reichtum, Macht und Weltläufigkeit aus Vorderasien in die Kirchen, Fürstenresidenzen und Patrizierhäuser des Abendlandes. Die Webteppiche hingegen blieben – von wenigen Ausnahmen abgesehen – bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend unbeachtet, obwohl sie wesentliche Bestandteile der unbekannten Nomaden- und Bauernkulturen des Orients sind.

Die fünf Säulen des Islam

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1996
Preis:
CHF 10.00
ISBN:
3-9520595-3-6

Die Sonderausstellung „Die Fünf Säulen des Islâm“ hat sich zum Ziel gesetzt, der einheimischen Bevölkerung ein Fenster zur Religionsausübung andersgläubiger Mitmenschen zu öffnen und den vielen muslimischen Mitbewohnern aus der Türkei, den Ländern Nordafrikas, aus Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Makedonien und anderen Gegenden Südosteuropas den verlorenen und in der Fremde oft vermissten kulturellen Reichtum andeutungsweise zu ersetzen. Es sei daran erinnert, dass das „Haus Europa“ seit fast 1300 Jahren auch eine angestammte Wohnung des Islâm war und ist. In unserer Zeit erhält ein Völkerkundemuseum seine Daseinsberechtigung durch eine Arche-Noah-Funktion für bedrohte Kulturgüter einerseits und die Bereitschaft, sich den Fragen der Gegenwart zu öffnen andererseits.

[...] Die Darstellung der islamischen Glaubenspraxis in der Ausstellung beschränkt sich auf den sunnitischen Islâm, dem etwa 92% der Muslime angehören und in dem, neben dem Qur'ân, das Vorbild (arab. Sunna) des Propheten Muhammed die zweite Quelle der Inspiration bildet. Im Rahmen dieser Ausstellung können zum Beispiel die geistige Welt des sch'itischen Islâm, die Mystik der Sûfis, das Verhältnis von Islâm und pluralistischer Gesellschaftordnung und anderes mehr nicht behandelt werden.

Johann Jakob Wolfensberger. Tempel des Jupiter Olympius mit Akropolis, Athen 1832/34

Autor/innen:
R. Frohne
Erscheinungsjahr:
1996
Preis:
CHF 2.00

Dr. Renate Fohne
Johann Jakob Wolfensberger
Tempel des Jupiter Olympius mit Akropolis, Athen 1832/34

Im Frühjahr 1988 waren in St.Katharinen, St.Gallen, Teile der Schenkung Heinrich L. Custer, St.Gallen, ausgestellt: Zeichnungen, Pausen und Aquarelle des Zürcher Malers Johann Jakob Wolfensberger (1797 — 1850), der im Auftrag europäischer Adeliger in den Jahren von 1817 bis 1838, und nochmals 1843, Italien, Griechenland und die Küste Kleinasiens bereiste. In Athen entstand 1832/34 das Aquarell vom sog. Olympieion, dem wir wichtige Hinweise auf die malerische Auffassung des Künstlers entnehmen können. Wolfensbergers Aquarelle zielen vorerst auf die präzise Wiedergabe des topographisch Bestehenden; sie sind archäologische Aufnahmen, «die teils durch die Mannigfaltigkeit des Stoffes (...), teils durch die malerische Auffassung und die glückliche Auswahl der Standpunkte» sich auszeichnen. Die Darstellungen führen jedoch über die Verdutenmalerei hinaus, indem sie geprägt sind von einer Vorstellung der Landschaft als Schauplatz der Geschichte.

Das Lächeln der Erleuchtung – Präsentation der restaurierten Kuan-yin-Figur

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1995
Preis:
CHF 8.00
ISBN:
3-9502595-2-8

Im Jahre 1932 gelangte das wertvollste und gewichtigste Objekt der ostasiatischen Bestände im Rahmen einer umfangreichen Schenkung in die Sammlung für Völkerkunde. Es ist dies eine etwa lebensgrosse buddhistische Kultfigur aus der Zeit der chinesischen Dynastien Sung (960-1279 n. Chr.) bzw. Chin (1175-1234 n. Chr.) von höchst historischem und künstlerischem Wert. Bis vor wenigen Jahren galt sie fälschlicherweise als Darstellung des Bodhisattvas Maitreya, des Buddhas der Zukunft, und wurde mit japanischen Bildwerken des 9. Jahrhunderts in Verbindung gebracht. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Bearbeitung konnte die Holzskulptur eindeutig als Darstellung des Bodhisattvas Avalokitesvara oder Kuan-yin bestimmt werden.

Aus Kostengründen war an eine Restaurierung nicht zu denken. Dank eines „glücklichen Zufalls“ nahmen sich im Frühjahr 1992 der Präsident und die Damen und Herren der Ernst und Annelies Grossenbacher-Güntzel-Stiftung der Not dieses bedeutenden Kulturdenkmals an und stellten die finanziellen Mittel für seine Rettung zur Verfügung.

Die grosse Heimsuchung. Das Hungerjahr 1816/17 in der Ostschweiz, 2. Teil

Autor/innen:
L. Specker
Erscheinungsjahr:
1995
Preis:
CHF 28.00

Die Ausstellung, die unter dem Titel «O gib mir Brot — das Hungerjahr 1816/17 in der Ostschweiz» 1993 im Historischen Museum St.Gallen gezeigt wurde und welche den Anstoss zu einer Schrift bildete, deren zweiten Teil ich nun vorlegen darf, erfreute sich eines ausserordentlichen Interesses. Erwachsene und Schulklassen aller Stufen orientierten sich anhand der ausgestellten Bilder und Objekte über die letzte grosse Hungerkatastrophe, welche die Ostschweiz heimgesucht hat. Viel Nachdenklichkeit hat sie erzeugt — nicht nur, weil der Hunter in anderen Teilen der Welt nach wie vor sein brutales Regiment ausübt, ondern offensichtlich auch deswegen, weil es manchem zum Bewusstsein kam, dass infolge der unvermindert fortschreitenden Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch überzogene Ansprüche des Menschen die Möglichkeit der Wiederkehr von Hungersnöten auch im bisher noch üppig versorgten Mitteleuropa durchaus Realität werden könnte. Der Blick in eine noch gar nicht so weit zurückliegende Vergangenheit kann manchmal einen heilsamen Schrecken auslösen. Ob wir dann auch so erfolgreich mit den Problemen fertig werden wie die Menschen damals? Die grosse Heimsuchung zu Beginn des 19. Jahrhunderts beinhaltet ein Stück Geschichte, dessen Bedeutung für die Gegenwart unmittelbar in die Augen springt.

All jenen sei gedankt, die mir für diese Arbeit ihre Unterstütung geliehen haben, vorab D.r Marcel Mayer, Stadtarchivar St.Gallen, der mit viel Geduld den Text kritisch durchgelesen hat.

Mitleid und Wiedergeburt in der tibetischen Kunst – Thangkas aus dem Tibet House Museum in New Dehli

Vergriffen

Autor/innen:
Glenn H. Mullin, Roland Steffan, Doboom Tulku
Erscheinungsjahr:
1995
Preis:
CHF 18.00 (Vergriffen)
ISBN:
3-9520595-1-X

Durch die Studio-Ausstellung „Mitleid und Wiedergeburt in der tibetischen Kunst“ mit Thangkas aus dem Museum des Tibet House in New Delhi (Indien) hat die Sammlung für Völkerkunde St. Gallen die Gelegenheit erhalten, nach der Library of Tibetan Works and Archives in Dharamsala auch die zweite der für das Exilleben der Tibeter so überaus wichtigen Kultureinrichtungen vorzustellen. Bot im Jahre 1989 die Ausstellung „Tibetische Kunstschätze im Exil“ die Gelegenheit, kultisch und kunsthistorisch bedeutende Skulpturen vorzustellen, so ist es dieses Mal eine thematisch klar umschriebene Gruppe von 30 Thangkas oder Rollbildern religiösen Inhalts einschliesslich zweier Bücher, die erstmals im Westen gezeigt werden dürfen. Diese Objekte teilen das Schicksal des tibetischen Volkes und seiner gesamten Kultur, weshalb einige – wie ihre ehemaligen Besitzer und Retter - die Spuren und Wunden von Verfolgung, Flucht und unstetem Dasein aufweisen. Bei der Planung dieser Ausstellung ging es nicht allein darum, ein abendländisches Publikum durch Alter und Schönheit der Werke in Erstaunen zu versetzen, sondern es auch mit [...] wichtigen Inhalten der tibetischen Kunst sowie der geistlichen Geschichte und den von den Tibetern festgelegten Stilen des „Schneelandes“ vertraut zu machen.

Der Appenzeller Bauernmaler Conrad Starck. Dargestellt anhand seiner Arbeiten im Historischen Museum St.Gallen

Autor/innen:
R. Hanhart
Erscheinungsjahr:
1994
Preis:
CHF 12.00

Viel mehr als seinen Namen, den er einmal auf ein von ihm bemaltes Möbel schrieb, das sich in Appenzeller Privatbesitz befindet, wissen wir nicht von ihm. «Gemacht von Conrad Starck» steht auf dem 1809 datierten Kasten, den sich Franz Anton Broger und seine Frau Josepha Huber zu ihrer Hochzeit malen liessen, wie es bei hablichen Appenzeller Bauern damals Brauch war. Regelmässig sind die Namen ihrer Besitzer auf den Möbeln verzeichnet, zusammen mit dem Datum, an dem sie verfertigt wurden. Die erwähnte Malersignatur ist jedoch eine ganz seltene Ausnahme auf Bauernmalereien damals. Erst die Alpfahrtsbilder aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind häufig mit den Namen der Maler versehen, zu seiner Zeit als der Brauch, Möbel mit Bildern zu schmücken aus der Mode gekommen war und als Conrad Starck nicht mehr lebte. Oben am Kranz dieses Kastens, der aufgrund seiner Aufschrift die Voraussetzung für unsere Kenntnis über das Schaffen von Conrad Starck bildet, zieht sich in Form eines «Sennenstreifens» die Reihe der zur Alp fahrenden Sennen und Tiere hin, und auf den Türfüllungen ist oben eine Schusterwerkstatt und unten eine Heuernte zu sehen, dem Berufsbild des Besitzers entsprechend. Stilistisch verwandte Darstellungen kommen auf Möbeln in der Gegend von Gonten und Urnäsch verschiedentlich vor, und so wuchs das Werk, das wir Conrad Starck aufgrund von Vergleichen mit dem einzigen gesicherten Beispiel zuschreiben können zusehends....

Schönheit aus dem Feuer – Porzellan und Keramik Ostasiens

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1994
Preis:
CHF 18.00
ISBN:
3-9520595-0-1

Viel mehr als seinen Namen, den er einmal auf ein von ihm bemaltes Möbel schrieb, das sich in Appenzeller Privatbesitz befindet, wissen wir nicht von ihm. «Gemacht von Conrad Starck» steht auf dem 1809 datierten Kasten, den sich Franz Anton Broger und seine Frau Josepha Huber zu ihrer Hochzeit malen liessen, wie es bei hablichen Appenzeller Bauern damals Brauch war. Regelmässig sind die Namen ihrer Besitzer auf den Möbeln verzeichnet, zusammen mit dem Datum, an dem sie verfertigt wurden. Die erwähnte Malersignatur ist jedoch eine ganz seltene Ausnahme auf Bauernmalereien damals. Erst die Alpfahrtsbilder aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind häufig mit den Namen der Maler versehen, zu seiner Zeit als der Brauch, Möbel mit Bildern zu schmücken aus der Mode gekommen war und als Conrad Starck nicht mehr lebte. Oben am Kranz dieses Kastens, der aufgrund seiner Aufschrift die Voraussetzung für unsere Kenntnis über das Schaffen von Conrad Starck bildet, zieht sich in Form eines «Sennenstreifens» die Reihe der zur Alp fahrenden Sennen und Tiere hin, und auf den Türfüllungen ist oben eine Schusterwerkstatt und unten eine Heuernte zu sehen, dem Berufsbild des Besitzers entsprechend. Stilistisch verwandte Darstellungen kommen auf Möbeln in der Gegend von Gonten und Urnäsch verschiedentlich vor, und so wuchs das Werk, das wir Conrad Starck aufgrund von Vergleichen mit dem einzigen gesicherten Beispiel zuschreiben können zusehends....

Aussereuropäische Kunst – Vermächtnis Leslie Edgar Unwin

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1993
Preis:
CHF 6.00

Leslie Edgar Unwin hat sich durch seinen Entschluss, seine im Laufe vieler Jahre gewachsene reizvolle Kollektion von Kulturzeugnissen aus fernen Weltgegenden der St. Galler Sammlung für Völkerkunde als Vermächtnis zu überlassen, in die beachtliche Reihe von Gönnern und Gönnerinnen eingereiht, [...].

Durch den Erwerb und die innere Aneignung von Originalgraphiken der modernen Klassiker fand er bereits in den sechziger Jahren wie von selbst auch den Zugang zur afrikanischen Plastik und zum japanischen Farbholzschnitt. Dies zeugt von der Erkenntnis des Sammlers, wie sehr die Entstehung und Entwicklung der modernen Malerei, Bildhauerei und Graphik den meist unbekannten Künstlern aussereuropäischer Kulturen verpflichtet sind. Nicht zufällig gehören Begriffe wie „Primitivismus“ und „Japonismus“ zum festen Wortschatz der Kunstgeschichte unseres Jahrhunderts.

Die grosse Heimsuchung. Das Hungerjahr 1816/17 in der Ostschweiz, 1. Teil

Autor/innen:
L. Specker
Erscheinungsjahr:
1993
Preis:
CHF 28.00

Epidemien, Naturkatastrophen und Hungersnöte haben auch die Menschen jener Regionen, die heute in Wohlstand, ja Überfluss leben, in vorindustrieller Zeit immer wieder auf drastische Weise an die Zerbrechlichkeit ihres Daseins erinnert. Nie verliess die Angst vor dem Hungertod jene Generationen, deren Leben ohnehin voller Mühe und Plagen war. Gebete, Sprüche, Sagen, Märchen und Geschichten ohne Zahl wie auch überlieferte Zeugnisse der bildenden Kunst lassen uns Angehörige eines Zeitalters, dem die unaufhörliche Steigerung der Gaumengenüsse beinahe zum Lebensinhalt geworden ist, ahnen, in welchem Ausmass der Hunger und das Zittern vor seiner gewalttätigen Macht das Denken und Fühlen beherrschten....

Der Indianer-Bodmer – Leben und Schaffen des Indianermalers Karl Bodmer

Autor/innen:
Hans Läng
Erscheinungsjahr:
1992
Preis:
CHF 6.00

Auf der hemmungslosen Suche nach Land, Gold und Bodenschätze waren durch die weissen Einwanderer aus Europa bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weite Teile des nordamerikanischen Kontinents geographisch erschlossen. Für die indianischen Nationen markierte diese Zeit deshalb den Beginn ihres Untergangs. Es fehlte jedoch natur- und völkerkundliche Beschreibungen, die das indianische Kapitel der Weltkultur festhielten, um es der Menschheit wenigstens noch als Erinnerung zwischen Buchdeckeln zu erhalten. Ein Forscher, der dazu beitrug, war der deutsche Prinz Maximilian zu Wied. Als Fünfzigjähriger wagte er 1832 noch eine ausgedehnte Reise in den Westen der Vereinigten Staaten. Es waren aber die einfühlsamen Zeichnungen des Schweizers Karl Bodmer, welche diese Expedition so berühmt gemacht haben. Die beiden Männer hielten sich hauptsächlich bei den Präriestämmen am Missouri auf.

Die Spur der Tränen – 500 Jahre Eroberung Amerikas

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1992
Preis:
CHF 18.00

Auf der hemmungslosen Suche nach Land, Gold und Bodenschätze waren durch die weissen Einwanderer aus Europa bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weite Teile des nordamerikanischen Kontinents geographisch erschlossen. Für die indianischen Nationen markierte diese Zeit deshalb den Beginn ihres Untergangs. Es fehlte jedoch natur- und völkerkundliche Beschreibungen, die das indianische Kapitel der Weltkultur festhielten, um es der Menschheit wenigstens noch als Erinnerung zwischen Buchdeckeln zu erhalten. Ein Forscher, der dazu beitrug, war der deutsche Prinz Maximilian zu Wied. Als Fünfzigjähriger wagte er 1832 noch eine ausgedehnte Reise in den Westen der Vereinigten Staaten. Es waren aber die einfühlsamen Zeichnungen des Schweizers Karl Bodmer, welche diese Expedition so berühmt gemacht haben. Die beiden Männer hielten sich hauptsächlich bei den Präriestämmen am Missouri auf.

Xingu – Indianer Zentralbrasiliens am Ende des 20. Jahrhunderts

Autor/innen:
Günther Hartmann
Erscheinungsjahr:
1992
Preis:
CHF 6.00

Einer der grossen südlichen Zuflüsse des Amazonenstromes ist der sich über zweitausend Kilometer hinziehende Río Xingú, dessen fünf Hauptquellflüsse auf einem Hochplateau im zentralen Brasilien entspringen. Das Quellgebiet des Río Xingú als Zusammenfassung der verschiedenen Quellflüsse wird auch als „Oberer Xingú“ oder „Alto Xingú“ bezeichnet.

[...] Im Gebiet des Alto Xingú leben gegenwärtig zehn Stämme, deren Sprachen vier verschiedenen Sprachfamilien angehören: der Tupi-, Karaiben-, Aruak- und Trumaí-Sprache. Trotz der sprachlichen Unterschiede ist dieses Areal durch kulturelle Gleichartigkeit charakterisiert. Die zweifellos ursprünglich vorhanden gewesene kulturelle Vielfalt war bedingt durch unterschiedliche Herkunft und Tradition. Im Laufe vergangener Jahrhunderte und aus gemeinsamem Schutzbedürfnis gegenüber anderen sehr kriegerischen, feindlichen Stämmen dieser Gegend fanden sich Ethnien zusammen und bildeten lockere politische und wirtschaftliche Einheiten.

Europa in Hinterglasbildern. Volkskunst und Stadtkultur. Sammlung Udo Dammert

Erscheinungsjahr:
1991
Preis:
CHF 6.00

Dass das Historische Museum St.Gallen vom 27. April bis zum 23. Juni 1991 in einer Sonderausstellung dem Publikum volkstümliche Hinterglasbilder aus zehn europäischen Ländern zeigen darf, verdankt es einem privaten Sammler, dessen Liebe seit vielen Jahren diesem Genre der Volkskunst gilt, welches seinerzeit schon die Expressionisten um den «Blauen Reiter» tief beeindruckt und nachhaltig beeinflusst hat. Diese unbekümmert um offizielle Kunstnormen entstandenen Erzeugnisse der Volkskunst wirken dank ihrer Abstraktionskraft und kühnen Farbgebung unvermindert selbst auf jenen modernen Betrachter, dem das religiöse Weltbild, das sie hervorgebracht hat, fremd geworden ist. (...)

Schmuck und Knüpfkunst der Turkmenen

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1991
Preis:
CHF 5.00

Innerhalb von drei Jahre konnte in der St. Galler Sammlung für Völkerkunde eine kleine, aber kostbare Kollektion turkmenischen Frauenschmucks aufgebaut werden.Es gibt mehrere Gründe für ein völkerkundliches Museum, auf diesem Sammelgebiet tätig zu werden: obwohl die turkmenische Gesellschaft von Männern bestimmt ist, entstanden doch die auffallendsten Kulturerzeugnisse für Frauen in Gestalt von aussagestarkem Schmuck und durch Frauen in Form von phantasievollen Knüpfarbeiten. Nun ist aber die traditionelle Lebensweise der Turkmenen seit gut hundert Jahren schwersten Angriffen ausgesetzt, nicht zuletzt auch durch den noch immer schwelenden Afghanistankonflikt. Durch Flüchtlinge, die sich aus Überlebensgründen von ihrem Schmuck trennen mussten, gelangten viele Stücke in den westlichen Kunsthandel, wo sie zunehmend zu reinen Spekulationsobjekten verkommen. Es ist sicher die Aufgabe eines Museums, sie wenigstens zu einem kleinen Teil diesem „Markt“ zu entziehen und sie, wie in einer „Arche Noah“, für künftige Generationen zu bewahren und zugänglich zu machen.

Die Malerei in der Stadt St.Gallen von 1650 bis 1750

Autor/innen:
R. Hanhart, M. Mayer, R. Wäspe, E. Ziegler
Erscheinungsjahr:
1990
Preis:
CHF 20.00

Dass das Historische Museum St.Gallen vom 27. April bis zum 23. Juni 1991 in einer Sonderausstellung dem Publikum volkstümliche Hinterglasbilder aus zehn europäischen Ländern zeigen darf, verdankt es einem privaten Sammler, dessen Liebe seit vielen Jahren diesem Genre der Volkskunst gilt, welches seinerzeit schon die Expressionisten um den «Blauen Reiter» tief beeindruckt und nachhaltig beeinflusst hat. Diese unbekümmert um offizielle Kunstnormen entstandenen Erzeugnisse der Volkskunst wirken dank ihrer Abstraktionskraft und kühnen Farbgebung unvermindert selbst auf jenen modernen Betrachter, dem das religiöse Weltbild, das sie hervorgebracht hat, fremd geworden ist. (...)

Führer durch das Glasgemälde-Kabinett des Historischen Museums St.Gallen

Autor/innen:
L. Specker
Erscheinungsjahr:
1989
Preis:
CHF 2.00

Um dem Publikum einen möglichst natürlichen Eindruck von der Wirkung der Kabinettscheiben zu vermitteln, liessen die Erbauer des Historischen Museums St.Gallen die ganze Glasgemäldesammlung in die Fenster einsetzen. Konnten auf diese Weise die Glasgemälde bewundert werden, wie es ursprünglich ihre Funktion gewesen war, als Teil der Architektur, so hatten sie dafür seither Schaden gelitten nicht nur durch Manipulationen unvernünftiger Besucher, sondern vor allem durch die in den letzten Jahren gewachsene Umweltbelastung. Wie Karies frassen sich Luftschadstoffe und saurer Regen in die heiklen Kunstwerke der Glasmalerei. Gegen dieses Zerstörungswerk hilft nur eines: die gefährdeten Scheiben aus der Gefahrenzone bringen. Darum haben wir die schönsten und wichtigsten Stücke unserer Sammlung aus den Fenstern entfernt und in eigens dafür konstruierten Vitrinen untergebracht. Gewiss, es ist bedauerlich, dass dadurch die Kabinettscheiben, weil aus dem architektonischen Zusammenhang gerissen, eine Entfremdung erleiden, dafür aber sind sie nun aus der Nähe zu betrachten und enthüllen dem interessierten Besucher manche Details, die vorher nicht wahrgenommen werden konnten. Nun erst sind die Kabinettscheiben als wertvolle Bildquellen der Kulturgeschichte zu entdecken. (...)

Museum – Stiftung St. Galler Museen, Sammlung für Völkerkunde

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1989
Preis:
gratis

Mit ihren umfangreichen Beständen von Kulturdenkmälern aus der ganzen Welt vermittelt die Sammlung für Völkerkunde St. Gallen permanent Einblick in die Vielfalt kultureller Entwicklungen auf allen aussereuropäischen Erdteilen: In den Schauräumen kann man von traditionellen Trachten und Werkzeugen der Eskimos und Indianer bis zu hochstilisierten No-Masken aus Japan und der Figur eines buddhistischen Heilsbringers aus dem China des 12. Jahrhunderts Hinweise auf die unterschiedlichen Lebensweisen und kulturellen Schöpfungen der Menschen unserer Erde finden.

Tibetische Kunstschätze im Exil – Ausgewählte Kultgegenstände aus der Sammlung S.H des Dalai Lama in der Library of Tibetan Works and Archives, Indien

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1989
Preis:
CHF 24.00

Durch die Ausstellung „Tibetische Kunstschätze im Exil“ soll westlichen Besuchern verständlich gemacht werden, welche Bedeutung und welchen Stellenwert diese Werke in der Gedankenwelt der Tibeter einnehmen, welche Ansichten sie selbst über dieses religiöse Kunstschaffen haben, wie andachtsvoll und sorgfältig sie mit diesen geretteten Schätzen umgehen und mit welch sauberer wissenschaftlicher Haltung die kostbaren Kulturzeugnisse von den tibetischen Gelehrten bearbeitet und gedeutet werden. Die Auswahl für diese erste Reise der Kultgegenstände aus ihrem Exilort in das Ausland fand auf Grund gewissenhafter Überlegungen und einfühlsamer Gespräche statt. So wird eine erstaunliche Anzahl indischer und tibetischer Meister aller Überlieferungslinien des Buddhismus gezeigt, da der Vajrayâna in gewisser Weise auch ein „Guruyâna“, ein Pfad des geistlichen Lehrers, ist. Ohne den Guru, in dem sich Buddha-Lehre konkret verkörpert, bleibt das Tor zur lebendigen und tiefen Tradition verschlossen.

Ostschweizer Erfinder und Pioniere

Autor/innen:
Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1988
Preis:
CHF 12.00

Was ist ein Erfinder? Die Antwort darauf, so scheint es, bereitet keine Schwierigkeiten. Ein Erfinder ist nach landläufiger Meinung jemand, der sich nützlich macht, weil er Geräte ersinnt, mit deren Hilfe die Menschen den täglichen Überlebenskampf besser bestehen können. Unter den kreativen Geistern gilt er als Philister und Nützlichkeitskrämer, der nur das eine Ziel verfolge: den Widerwärtigkeiten, welche sich der Befriedigung der elementaren Bedürfnisse von Nahrung, Kleidung und Wohnung entgegenstellen, etwas von ihrer Macht zu entreissen. Waffen, Weberei, Töpferei, und vielerlei andere Errungenschaften früher Kulturen wären ohne die Notwendigkeit des Kampfes gegen die menschenfeindlichen Kräfte der natürlichen Umwelt nie entstanden. Dennoch, der blosse Kampf ums Dasein als einzige Erklärung für die schöpferische Kraft des Erfinders, reicht nicht aus. Was sollen wir damit anfangen, wenn es etwa gilt, für das Wunderwerk der mechanischen Ente des Appenzellers Joh. Bartholome Rechsteiner oder die Sprechmaschine aus der Werkstatt Edisons einen einleuchtenden Grund zu finden? Mit Recht weist Levis Mumford darauf hin, dass der erste Mensch, wäre es ihm nur ums überleben gegangen, mit einer Ausrüstung hätte bestehen können, «die nicht besser war, als die seiner unmittelbaren hominiden Vorfahren». Auch wenn der Erfinder sich der Zweckmässigkeit verschrieben hat, treibt ihn letztlich eine Absicht, die mit den Kategorien des rein biologisch verstandenen Überlebens nicht ausreichen zu deuten ist. Nahrungssorge und Herrschaft über die Natur sind Motive, die nicht kin der Tiefe der Erscheinung reichen. Technische Neuerungen, Erfindungen und Pionierleistungen aller Art, auch wenn ganz handfesten Zwecken dienstbar, sind Manifestationen von Wünschen, welche über das rein Organische hinausweisen. Als «maschinenmachendes Tier» verwirklicht sich der Mensch im Überschreiten der natürlichen Grenzen. Träume und Sehnsüchte öffnen nur ihm zugängliche Räume, die keine Ruhe lassen, bis sich nicht erobert sind. (...)

Afrikanische Kunst aus dem Museum für Völkerkunde St. Gallen

Autor/innen:
Eberhard Fischer, Lorenz Homberger, Rudolf Hanhart, Roland Steffan
Erscheinungsjahr:
1985
Preis:
CHF 2.00

Einen Schwerpunkt des St. Galler Völkerkundemuseums bilden die Skulpturen aus Afrika, deren künstlerische Qualität erstaunlich ist – eine Sammlung mit rund 400 bedeutenden Werken von internationalem Rang. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind diese Skulpturen – vermutlich zunächst als Kuriositäten, später als Beispiele für fremdes Brauchtum und für „magische Mentalität“ – hauptsächlich von Kaufleuten und Missionaren gesammelt nach St. Gallen gebracht und dem Museum geschenkt worden. Hinzu kamen aber schon früh auch Ankäufe von exemplarischen Objekten. 1940 wurden 128 afrikanische Kunstwerke aus der Sammlung Han Coray erworben. So stammen die hier ausgestellten afrikanischen Skulpturen mehrheitlich aus einer Zeit, als diese Kulturen noch wenig von der westlichen Zivilisation zersetzt waren, und vermitteln deshalb ein eindrucksvolles Bild von der hohen ästhetischen Qualität der Masken, Kultfiguren und Gebrauchsgegenständen, die in einzelnen Regionen von West- und Zentralafrika noch bis vor wenigen Generationen von Meister-Bildhauern und ihren Werkstätten geschnitzt und von einheimischen Notablen, von Kultbünden und Zeremonien-Spezialisten verwendet worden sind.

Katalog der Byzantinischen Münzen

Autor/innen:
W. Hummel, L. Specker
Erscheinungsjahr:
1982
Preis:
CHF 6.00

Innerhalb der numismatischen Sammlung des Historischen Museums St.Gallen ist der Bestand an byzantinischen Münzen seiner Geschlossenheit und Reichhaltigkeit wegen wohl der bemerkenswerteste. Die Mehrzahl der byzantinischen Münzen kam 1908 durch zwei Legate in den Besitz des Museums. Über 350 Münzen stammen aus dem Nachlass des St.Gallers Jacob Guido Gonzenbach (1810 — 1873), der viele Jahre als Kaufmann in Smyrna tätig gewesen ist, und weitere 30 schenkte Ingenieur J. Beusch, der die Stücke in Italien erworben hatte.

Herr Walter Hummel, der seit Jahren als freiwilliger Mitarbeiter die numismatische Abteilung unseres Museums betraut, hat mit fachmännischem Geschick das vorliegende Verzeichnis erstellt, wofür ihm an dieser Stelle herzlich gedankt sei.

Mit dem Abschluss der Katalogisierungsarbeiten für die byzantinischen Münzen bietet sich die willkommene Gelegenheit, dem Publikum eine Auswahl der schönsten Stücke in einer Ausstellung zu präsentieren. Die ausgestellten Münzen, die einen Zeitraum von rund 1000 Jahren umfassen, wiederspiegeln auf ihre Weise etwas von der spannenden Geschichte eines versunkenen Weltreiches, dessen geheimnisvolle Ausstrahlung auch heute noch jeden historisch Interessierten in Bann schlägt.

Katalog der Grafiksammlung. Ansichten aus Fürstenland und Toggenburg

Autor/innen:
R. Wäspe
Erscheinungsjahr:
1982
Preis:
CHF 19.50

Das Historische Museum St.Gallen verwahrt einen reichen und wertvollen Bestand an graphischen Blättern, der bislang in seinem ganzen Umfange noch nicht aufgearbeitet worden ist. Jeder Konservator, der eine kulturhistorische Sammlung zu betreuen hat, weiss aus täglicher Erfahrung, wie stark das Interesse an alter Druckgraphik zunimmt. Ein Grossteil aller Anfragen berührt ausschliesslich dieses Sachgebiet. Die Zahl der Stichsammler ist Legion geworden, un die noch von wenigen Jahren zu menschlichen Preisen gehandelten Blätter haben mittlerweise einen irrationalen Marktwert erreicht. Kein Wunder also, dass das Museum als Dienstleistungsbetrieb einen gewaltigen Informationsbedarf zum Thema Graphik zu befriedigen hat. Wenn ein Konservator seine «Kundschaft» mit präzisen Auskünften bedienen will, ist er allerdings darauf angewiesen, dass seine Schätze sachgemäss und ausreichend dokumentiert sind. Als «historischer Allgemeinpraktiker» ist er aus naheliegenden Gründen nicht in der Lage, für alle Sammlungsbereiche diese Arbeit selbst zu leisten, weshalb er es zu schätzen weiss, wenn Spezialisten als freiwillige Mitarbeiter ihn bei der Erschliessung des vielfältigen Bestandes unterstützen, dem Museum ihr Fachwissen und ihre Zeit zu Verfügung stellen. (...)

Katalog der Silbersammlung Commendatore Giovanni Züst

Autor/innen:
H. W. Seling
Erscheinungsjahr:
1969
Preis:
CHF 10.00

Der St.Galler Maler Daniel Ehrenzeller (1788-1849)

Autor/innen:
R. Wäspe, E. Ziegler
Preis:
CHF 7.00

Als Daniel Ehrenzeller am 18. Dezember 1788 in St.Gallen geboren wurde, war die Stadt noch eine kleine Republik, die man in einer knappen Stunde durchwanderte. Die rund 8000 Einwohner in der Stadt und ihren Gerichten (wie die Bezeichnung für das gesamte Territorium St.Gallens lautete) lebten in etwa 900 Gebäuden. Bürgermeister sowie Kleiner und Grosser Rat führten trotz Aufklärung und unmittelbar bevorstehender Französischer Revolution noch immer ein strenges Regiment: 1781 wurde beispielsweise verboten, an Sonn- und Feiertagen über Land zu gehen, zu reiten oder zu fahren; 1787 beschloss der Rat, an diesem Verbot weiterhin festzuhalten.

Als Daniel Ehrenzeller am 23. November 1849 an einem Gehirnschlag starb — sieben Jahre bevor der erste Eisenbahnzug in St.Gallen einfuhr —, war aus der alten Reichsstadt St.Gallen die gleichnamige Hauptstadt des 1803 gegründeten Kantons geworden. Die Stadtmauer war grösstenteils niedergelegt, die Hälfte der zehn Tore bereits abgerissen worden.

Im Zuge der Helvetischen Revolution hatten die Franzosen 1798 auch St.Gallen besetzt. Die alte Regierung musste abdanken; die Zünfte wurden aufgelöst und die Bürger gezwungen, die helvetische Verfassung zu beschwören. Während der Helvetik von 1798 bis 1803 war St.Gallen Hauptstadt des Kantons Säntis. In diese auch für St.Gallen stürmische Zeit fällt ein Teil der Jugend des Malers, Radierers, Lehrers und Messmers Daniel Ehrenzeller, dessen Leben und Werk in einer kurzen biographischen Skizze geschildert werden soll.