Aktuelle Ausstellungen

Archiv

ab 19. Juni 2010 bis 17. Oktober 2010
 
 

   
 

Im Banne Ägyptens
Begegnungen mit der Ewigkeit

Seit Napoleons Ägyptenfeldzug, einer militärischen und wissenschaftlichen Unternehmung (1798 – 1801), ist das Interesse des westlichen Publikums am alten Ägypten ungebrochen. Wichtigste Zeugen dieser Ägyptomanie in St.Gallen sind die Särge mit der Mumie der Schepenese in der Stiftsbibliothek. Sie gelangten 1820 als frühste altägyptische Kulturgüter in unser Land. Anlässlich dieser Ausstellung wird die „berühmteste Mumie der Schweiz“ auch erstmals ausserhalb des barocken Bibliothekssaals gezeigt. Das Historische und Völkerkundemuseum erhielt 1957 vom Kanton Glarus einen (heute restaurierungsbedürftigen) Sarkophag mitsamt Mumie als Geschenk. Die Ausstellung versammelt ägyptische Grabschätze aus Schweizer Museen und Sammlungen, darunter zahlreiche Stücke aus dem Museum für Völkerkunde in Burgdorf. Besonders eindrücklich sind ein sog. Bauchsarkophag von ungewöhnlichen Ausmassen und ein mumifiziertes Krokodil.

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ab 27. März 2010 bis 9. Januar 2011
 
   

   
 

Ceramica popolare
Das kulturelle Gedächtnis Süditaliens

Das Historische und Völkerkundemuseum St.Gallen besitzt eine kleine, aber qualitativ hochstehende Sammlung antiker süditalienischer Keramiken. Ein Teil davon wird nun erstmals der bäuerlichen, aus der gleichen Gegend stammenden Gebrauchskeramik des 19. und 20. Jahrhunderts gegenübergestellt. Interessant ist der Vergleich, da sich viele Formen seit der Antike nahezu unverändert erhalten haben.
Es sind Ess-, Koch- und Vorratsgefässe, kraftvolle Keramiken für den täglichen Gebrauch. Sie sind Zeugen einer vorindustriellen Gesellschaft, die im Jahreswechsel
verschiedene Lebensmittel aufbewahren und konservieren musste.
Die Gebrauchskeramik gehört zu den ältesten Kulturtechniken. Seit ihren Anfängen folgt sie dem Prinzip der Form als Folge der Funktion. So erstaunt es nicht, dass gerade die künstlerische Avantgarde des 20. Jahrhunderts der traditionellen Gebrauchskunst grosse Beachtung schenkte.

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bis 15. August 2010
 
   
 

   
 

Verborgener Zauber Afghanistans
Ausstellungsreihe Herbert Maeder «Berge Menschen Kulturräume»

Der Appenzeller Fotojournalist Herbert Maeder bereiste Ende der 1960er Jahre Afghanistan. In seinen mehrmonatigen Aufenthalten hat er sich nie in der Rolle des Touristen gesehen, die Reisen waren vielmehr ein Stück Leben in Afghanistan.

Die Ausstellung führt die Besucher mittels sieben Themenkreisen in die Bilderwelt von Herbert Maeder ein. Die Fotografien von geduldig arbeitenden Hazaraz, stolzen nomadisierenden Paschtunen, verwegenen Bozkashi-Reitern, einflussreichen Kaufleuten und modernen emanzipierten Frauen werden mit völkerkundlichen Objekten, die mit Maeders Bilderwelt in Dialog stehen, umrahmt.

Maeder zeigt uns präzise Einblicke in sein facettenreiches Afghanistan, einem Land am Aufbruch zur Moderne, das den Balanceakt mit der jahrhundertealten Tradition eindrücklich zu bewältigen scheint.

Die Sonderausstellung ist in die überregionale Ausstellungsreihe «Berge-Menschen-Kulturräume» eingebunden, welche anlässlich des 80. Geburtstags von Herbert Maeder Highlights seines fotografischen Schaffens zeigt.

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seit 28. November 2009 bis Ende 2010
 
 

   
 

service! reiche speisen
Esskultur und Schweizer Porzellan im 18. Jahrhundert

In der gehobenen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts bildete das «Weisse Gold» den passenden Rahmen für das Servieren neuer Speisen und exotischer Heissgetränke. Edles Geschirr und zierlicher Figurenschmuck wurden geschmackvoll in Szene gesetzt und waren Ausdruck einer verfeinerten Tafelkultur und Kochkunst.

Die Ausstellung stellt ausgewählte Stücke der Porzellanmanufakturen von Zürich (1763–1790) und Nyon (1781–1813) vor und vermittelt einen Eindruck, wie die Porzellanmode die Schweiz eroberte. Dazu werden die Veränderungen in der Ernährung und Esskultur des 18. Jahrhunderts – sowohl der reicheren Leute als auch der ärmeren Bevölkerung – vorgestellt.

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seit 17. Mai 2008
 

 

Erweiterung Kindermuseum

Vor einem Jahr ist der erste Teil des Kindermuseums eröffnet worden. Die beiden Ausstellungsräume in leuchtendem Grün und warmem Rot sind bereits vielen Kindern ans Herz gewachsen.

Seit dem 17. Mai 2008 wartet der dritte Ausstellungsraum in frischen Blautönen darauf, neu entdeckt zu werden. Zum Thema «Lebensräume – Zukunftsträume» präsentieren sich zwei begehbare Jugendzimmer aus verschiedenen Epochen und die schönsten Puppenstuben nach ihrem Frühjahrsputz. An einer Ratestation kann man sich vom Werdegang berühmter Ostschweizerinnen und Ostschweizer inspirieren lassen - und dann sein eigenes Porträt und seine Berufswünsche «an die Wand beamen»

Erwachsene sind verzaubert - Kinder sind begeistert. Das neue Kindermuseum ist für die ganze Familie gedacht. Freche Farben haben das oberste Geschoss des Hauses verwandelt und laden ein, die Museumswelt hier einmal auf eine ganz andere Art und Weise zu entdecken. Türchen und kleine Guckfenster, Fühlkästchen und Duftstationen machen neugierig. Man tritt näher, öffnet, tastet, riecht, probiert alles aus, lüftet Verborgenes und begreift dabei spielerisch. Da bieten sich unzählige Möglichkeiten, miteinander aktiv zu werden.

Pädagogischer Leitfaden für das Ausstellungskonzept war Pestalozzis These vom «Lernen mit Kopf, Herz und Hand». Inhaltlich begleiten vier Kinder aus dem 20. Jahrhundert, die man im Aufgang sieht, durch die drei verschieden farbigen Ausstellungsräume. Im ersten, grünen Raum erzählen ihre Spielsachen vom Leben in der Stadt und auf dem Land, im zweiten, roten Raum erinnern lustige Figuren an Besuche im Figurentheater und im dritten, blauen Raum lässt sich das Leben dieser vier Kindergenerationen an einer PC-Station erforschen.




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